Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Der Kern der Dinge

Galerie Schmalfuß Der Kern der Dinge

Kerngebiete – so heißt die Ausstellung, die jüngst in der Marburger Galerie Michael W. Schmalfuß eröffnet wurde.

Voriger Artikel
Turbulenter Hackerthriller
Nächster Artikel
Erst Braveheart, dann „Kopfhörersause“

Stillleben mit Stil: Die Künstler Mirko Schallenberg und Kathrin Rank vor einer Arbeit von Schallenberg.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. Galerist Michael Schmalfuß begründete die Auswahl der Künstler und Kunstwerke damit, dass er etwas Besonderes gesucht habe. So habe er auch das gemeinsame Atelier von Mirko Schallenberg und Kathrin Rank in Berlin besucht. „In ihrem Atelier in Kreuzberg werden mittlerweile Filme gedreht“, erzählte er. Das Künstlerpaar hat sich beim Studium in Braunschweig kennengelernt, seitdem leben und arbeiten die beiden zusammen.

Mirko Schallenberg inszeniert seine großformatigen Bilder regelrecht. Er baut die Stillleben zunächst auf, bevor er sie malt – das Resultat sei aber oft ein ganz anderes, erklärte der Maler: „Die Gegenstände werden ihrem alltäglichen Gebrauch entfremdet. Symbole spielen bei mir aber keine Rolle.“

Erst beim Malen entsteht die Idee

Schallenberg versuche, zum Kern der Dinge vorzudringen, sagte Galerist Schmalfuß. In den malerischen Inszenierungen gehe es viel um Gegensätze, um Wärme und Kälte, um Balance. Schallenberg malt seine Bilder ganz klassisch mit Öl auf Leinwand. Sie wirken nur von Weitem wie Fotorealismus, schaut man genauer hin, sieht man einen eher krustigen Farbauftrag.

Auch Kathrin Ranks Bilder wurden mit Öl oder Tempera gemalt. Ihre Themen drehen sich häufig um Feuer oder Licht, Menschen sind vielfach nur als Silhouetten zu sehen. „Meine Malerei ist freie Malerei“, erläuterte Rank. „Mein großes Thema ist die Malerei selbst.“ Ihre Bilder entstehen beim Malen, oft weiß sie vorher nicht, was da gerade entsteht. Sie beginnt mit vielfarbigen Flächen, erst durch gegenständliche Attribute verwandeln sie sich in realistische Bilder.

Michael Jastram stammt aus einer bekannten Bildhauerfamilie der DDR. Durch einen Ausreiseantrag bekam der Künstler Schwierigkeiten, bekam in der DDR Arbeitsverbot. Kurz vor dem Mauerfall konnte Jastram dann das Land verlassen. „Jas­trams Plastiken haben etwas Archaisches“, sagte Schmalfuß. „Sie erinnern an etruskische Kunst und griechische Mythen.“ Seine Figuren und Gegenstände sind kunstvoll aus Bronze gefertigt und tragen Titel wie „Mondwagen“, „Der Bote“ oder „Asiatischer Wächter“.

  • Die Schau in der Galerie Schmalfuß (Steinweg 33) ist noch bis zum 7. März zu sehen. Öffnungszeiten sind: Dienstag bis Freitag 10 - 13 und 15 - 18.30 Uhr, Samstag 10 - 16 Uhr.

von Bettina Preussner

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr