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Den Horizont stets im Blick

Ausstellung in der GeWo galerie Den Horizont stets im Blick

Die GeWo galerie im Parkhaus am Pilgrimstein hat sich längst als begehrter Ausstellungsort etabliert. Bis 11. Oktober sind dort Arbeiten des Spaniers José-Luis Ortega zu sehen.

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Ursula Losekant-Hofmann führte die Ausstellungsbesucher in das Werk des Spaniers José-Luis Ortega ein.Foto: Mareike Bader

Marburg. 76 Bilder hängen in den Gängen und Nischen der GeWo galerie. „Eine erstaunliche Anzahl für einen einzelnen Künstler“, stellte GeWoBau-Geschäftsführer Bernd Schulte am Freitag bei der Vernissage fest. Passend zu dem in Grenada geborenen Künstler José-Luis Ortega, der aber seit 1962 in Remscheid lebt, wurden die etwa 40 Besucher mit spanischer Musik von Stefan Nitschke an der Gitarre auf die Ausstellung eingestimmt.

Der Horizont sei für José-Luis Ortega eine Metapher für seine differenzierte Sichtweise, erklärte Ursula Losekant-Hofmann bei ihrer Einführung: „Er legt sich nicht fest, er ist hellwach und kritisch, gleichzeitig detailverliebt und emotional.“ Sein Ansporn sich immer wieder neu auszudrücken, zeige sich in der großen Vielfalt seiner Arbeitsweise.

So zeigt die Ausstellung fünf Kinderporträts mit dem Titel „Kinder dieser Welt“, die in Acryl gemalt sind. Weiter hinten in einer Nische sind acht Aquarelle von alten Türen und Gebäuden „Aus besseren Zeiten“ zu sehen. Romantisch und idyllisch erscheinen diese Bilder ebenso fotorealistisch wie die Kinderporträts. Man merkt schnell: Ortega arbeitet bevorzugt in Serien.

Der Großteil der Bilder Ortegas sind jedoch abstrakte Malereien. „Da kann ich mich ausleben und austoben“, erzählte der Künstler im Gespräch strahlend. Bei diesen Werken verarbeitet er verschiedene Materialien wie eine Bleiplatte im Bild „Verschmelzung“, die mit einer Lötlampe verändert wurde.

Das Lieblingsbild von Ursula Loskant-Hofmann: „Durchbruch der Kraft“. Hier hat Ortega Muster aufgedruckt. Es besticht durch ein kräftiges Blau - seine Lieblingsfarbe - das wie eine Explosion auf helle Flächen trifft.

Die Horizontale dominiere viele Bilder Ortegas, erläuterte sie in ihrer Rede. Bei „Durchbruch der Kraft“ sei dies ein dunkler Streifen, der das obere Drittel abtrenne. In anderen Bildern seien es weiße Striche, graue Bänder, orangefarbene oder bunte Wellenformen oder gelb-weiße Horizonte in Ortegas Farbenspiel, die meist relativ oben am Bild angebracht sind.

Die Ausstellung ist bis zum 11. Oktober zu sehen, geöffnet Montag bis Mittwoch von 9 bis16 Uhr, Donnerstag von 9 bis 17 Uhr und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Parkhaus am Pilgrimstein, 13. Stock.

von Mareike Bader

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