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Das ganze Spektrum der Chormusik

Nacht der Chöre Das ganze Spektrum der Chormusik

Wie spannend und unterschiedlich Chormusik sein kann, bewies wieder einmal die „Nacht der Chöre“, die alle zwei Jahre in der Elisabethkirche stattfindet.

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Die Kantorei der Elisabethkirche unter der Leitung von Nils Kuppe.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Marburg hat eine vielseitige Chorlandschaft. Das betonte auch Helmut Hering, der mit Nils Kuppe durch die diesjährige „Nacht der Chöre“ führte und selbst als Dirigent der Seniorenkantorei oder als Sänger der Kantorei der Elisabethkirche auftrat. Das Spektrum reichte vom kleinen Quartett „Schola Palatina“, das an diesem Abend seinen ersten Auftritt hatte, bis zu großen und namhaften Chören wie der Kurhessischen Kantorei unter der Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum, die die „Nacht der Chöre“ beendete: Wer die Vielfalt der Marburger Chöre bisher noch nicht kannte, hatte am Samstag eine tolle Gelegenheit, jeweils einen kurzen, aber aussagekräftigen Eindruck zu gewinnen.

Kurz war die Nacht der Chöre allerdings nicht. Über fünf Stunden lang präsentierten sich 17 Chöre mit ganz verschiedenen Profilen und Ansätzen mit einem etwa 15-minütigen Programm. „Ich finde es toll, was für unterschiedliche Chöre sich hier dem Publikum präsentieren“, freute sich Bezirkskantor Nils Kuppe, der die „Nacht der Chöre“ aus der Raufe gehoben hat.

Kuppe stand gleich drei Mal als Dirigent vor dem Publikum. Zusammen mit Cosima Friedrich leitete er den Marburger Kinderchor: „Die Kleinen“ des Kinderchors eröffneten den Konzertabend, „Die Großen“ und die Kurrende präsentierten anschließend zusammen mit Erzähler Wolfhardt Domes mit „Ritter Rost“ ein kleines Musical.

Ganz typisch stand beim Unichor wieder selten Gehörtes auf dem Programm, wie etwa Wilhelm Bergers „Von der Ferne klingen Glocken“ und eine ungewohnte Version von „Da Israel aus Ägypten zog“ von Ernst Friedrich Richter.

Sitzenplätze schnell gefüllt

Stimmgewaltig wurde es bei der Kantorei der Elisabethkirche, bei der Kuppe auch an der Geige zu hören war. Mächtig erklang das „Surrexit a Mortuis“ von Charles-Marie Widor, bei dem Nils Kuppe an der Klais-Orgel zusätzlich zu Thomas Eckhardt am Orgelpositiv seine Kantorei begleitete, die hier von Kuppes Assistent Johann Lieberknecht geleitet wurde. Lieberknecht, der zudem mit dem Frauenchor „Piano“ Marbach auftrat, hatte das Programm mit viel Mühe organisiert.

Es ist aber nicht nur die Abwechslung, die die „Nacht der Chöre“ so besonders macht. Hinzu kommt eine ruhige und lockere Stimmung. Jederzeit können die Zuhörer kommen und gehen und wie immer staut es sich im Eingangsbereich der Elisabethkirche.

Doch die Besucher nahmen auch am Samstag viel Rücksicht aufeinander, wechselten die Plätze vornehmlich zwischen den Liedern oder rückten zur Seite. Denn die Sitzplätze waren schnell gefüllt, auch im Seitenschiff.

Von Madrigalen aus der Renaissance, über Volkslieder, Gospel, Jazz und Pop-Songs waren nahezu alle Gattungen und Epochen der Chormusik vertreten, die alle vom Publikum mit viel Applaus bedacht wurden. Ergänzt wurde das Gesangsprogramm durch das Posaunenquartett der Kurhessischen Kantorei.

Schwungvoll wurde es erwartungsgemäß beim Gospelchor „Joy of Life“ unter der Leitung von Jean Kleeb, der Teile aus der „Latin Jazz Mass“ von Martin Völlinger präsentierte. Kleebs „Missa Brasileira“ wurde dagegen vom Marburger Oktett vorgetragen.

Zum Abschluss konnten die Zuhörer auch selbst singen. Mit bekannten Abendliedern und Kanons wurde der Abend beschlossen.

von Mareike Bader

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