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Das ganz andere Leben

Ausstellung Das ganz andere Leben

Die Marburger „Kunstoase“ präsentiert derzeit eine beeindruckende Fotoausstellung mit dem Titel „I see Kiaragana“. Zur Vernissage kamen rund hundert Gäste.

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Strahlende Gesichter: Oberbürgermeister Egon Vaupel (hinten, 2. v. rechts) eröffnete die Ausstellung zusammen mit den Teilnehmern und Organisatoren der Afrika-Reise.Foto: Bettina Preussner

Marburg. Die Ausstellung am Richtsberg zeigt Fotos und Collagen von Marburger Jugendlichen. Die zwölf Schülerinnen und Schüler, die meisten von der Richtsberg-Gesamtschule, besuchten im Sommer 2013 mit ihrem Lehrer Thomas C. Ferber das Kiaragana-Kinderheim in Kenia. Die Reise wurde von dem Marburger Jugend- und Entwicklungshilfeträger „I see“ organisiert und durchgeführt.

Die Jugendlichen im Alter von sechzehn Jahren schossen in Kenia nicht nur schöne Fotos, sondern sie packten auch mit an: Sie halfen vor Ort, einen Brunnen zu bauen, Beete anzulegen und die Mädchentoilette zu sanieren.

Die Fotos in der Ausstellung zeigen die Menschen, die Tiere, die Landschaft Kenias und immer wieder die Kinder des Kinderheims in Kiaragana. Besonders beeindruckend: die persönlichen Erfahrungen der Schüler, die sie in die Foto-Collagen als Texte eingearbeitet haben.

„Es war unglaublich zu sehen, wie das Leben doch ganz anders sein kann“, schreibt etwa die Schülerin Paula Schaller. Und Anne Gattinger meint: „Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen.“ Warinka Biskamp wiederum notiert: „Die Reise hat einen angestoßen, zu überlegen, wie gut es einem selbst geht.“

Bei der Vernissage lobte Oberbürgermeister Egon Vaupel die Initiative der Richtsbergschule. „Solche Projekte sind wichtig, um junge Menschen ins Leben zu führen“, betonte er und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement. Veranstalter der Ausstellung sind die Bürgerinitiative für soziale Fragen (BSF) und der Verein Kultur und Kulturen.

Die Ausstellung in der Kunstoase (Friedrich-Ebert-Straße 4) ist noch bis zum 11. April zu sehen. Sie ist mittwochs und donnerstags von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Von Bettina Preussner

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