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Das freie Spiel der Kreativität

Kunst in Marburg Das freie Spiel der Kreativität

Da zeigte sich, wer ein echter Kunst-Fan ist: Trotz des WM-Spiels der deutschen Mannschaft kamen am Freitagabend 150 Gäste zur Eröffnung der Ausstellung „Kunst in Marburg“.

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Starke Farben: Eine Ausstellungsbesucherin Auge in Auge mit einem Gemälde von Juan Miguel Restrepo Valdes.Foto: Bettina Preussner

Marburg. „Wir hatten etwas Angst“, bekannte Gerhard Pätzold vom Kunstvereins bei der Begrüßung mit Blick auf das parallel laufende Fußballspiel. „Ich freue mich, dass so viele zur Vernissage gekommen sind.“ Die Einführungsrede zur Ausstellung hielt Edgar Zieser aus Marburg. „Wir haben in dieser Schau ein Panoptikum allerbester Freunde und Freundinnen“, erklärte er: „Welcome to the show!“

Im Mittelpunkt vieler Werke stehe die eigene Person des Künstlers, fuhr er fort. Es gehe viel um Selbstfindung und Selbstreflexion, um die zentrale Frage nach der Identität des Individuums im 21. Jahrhundert. Dies spiegele sich in expressiven Selbstbildnissen und im Spiel mit der eigenen Phantasie wider.

Eine zweite Gruppe von Kunstwerken habe einen gesellschaftskritischen Ansatz, erklärte Zieser. Hier werde häufig der soziale Status bestimmt und menschliches Verhalten hinterfragt.

Als drittes nannte der Redner die Arbeiten, die sich intensiv mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Diese Kunstwerke zeigten zum Teil Trauriges und Erschreckendes, das den Betrachter tief berühre. Und schließlich gebe es noch eine vierte Kategorie, die Gruppe „Ich weiß nicht“, bekannte Zieser. Diese Arbeiten entzögen sich einer Deutung und blieben für den Betrachter weitgehend rätselhaft.

Die Ausstellung im Kunstverein bietet eine breite Palette an Kunstwerken: Von Ölbildern über Zeichnungen bis hin zu Objekten, Fotografien und Installationen ist alles vertreten. Die 23 Künstlerinnen und Künstler kommen nicht nur aus Marburg, sondern auch aus China, Japan, Südkorea oder dem Iran. Alle leben, arbeiten oder studieren aber in Marburg.

Die Besucher der Vernissage zeigten sich beeindruckt von der vielfältigen Schau. „Toll, die Ausstellung gefällt mir gut“, meinte Jutta Geiger aus Marburg. „Die Ausstellung ist wie die Kunst in Marburg, sehr breit. Sie gibt einen guten Überblick“, sagte Norbert Schreiner aus Gießen. „Es sind viele spannende Sachen dabei“, bemerkte auch Sabine Harder aus Marburg.

Die Ausstellung ist noch bis zum 21. August zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr, Mittwoch 11 bis 20 Uhr.

von Bettina Preussner

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