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Das „Syndikat“ ist auf Tatort-Suche

Criminale kommt im April 2016 Das „Syndikat“ ist auf Tatort-Suche

Viele Jahre lang hat Alexandra Klusmann PR für Verlage gemacht und in Marburg Krimifestivals organisiert. Jetzt hat sie einen neuen Job. Die Criminale und das nächste Krimifestival betreut sie aber noch.

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Mit makabrem Witz wirbt die Krimiautoren-Vereinigung „Syndikat“ für das Urheberrecht.

Quelle: Syndikat

Marburg. 1998 gründeten Ralf Laumer und seine Frau Alexandra Klusmann die Agentur Mediakontakt Laumer, die sich auf Verlags- und Buch-PR konzentrierte. Sie hatte einen sehr guten Ruf in dem hart umkämpften Markt.

Hatte, denn das Unternehmen Mediakontakt Laumer wird aufgelöst. Inhaber Ralf Laumer wechselte in die Kommunalpolitik – war zunächst Pressesprecher der Stadt Marburg und ist jetzt persönlicher Referent der Landrätin Kirsten Fründt.

Seine Frau Alexandra Klusmann  (kleines Privatfoto), von 2012 an alleinige Geschäftsführerin der Agentur, hat seit 1. Juli auch einen neuen Job: Sie ist Regionaldirektorin der LEADER-Region Marburger Land mit Sitz in Stadtallendorf. Jetzt ist sie zuständig für die Förderung des ländlichen Raums, da bleibt keine Zeit mehr für Buch-PR.

Zwei große Projekte hat sie allerdings noch als Geschäftsführerin von Mediakontakt Laumer an Land gezogen – und die wird sie zu Ende führen: Das ist zum einen das populäre 13. Marburger Krimifestival vom 19. September bis 12. Oktober und zum anderen die Criminale, die vom 21. bis 24. April kommenden Jahres zum ersten Mal in Marburg stattfinden wird.

Die Criminale ist Europas größtes Krimitreffen. In Marburg werden mehr als 230 Krimi-Autorinnen und -Autoren erwartet. Veranstaltet wird die Criminale vom „Syndikat“, einer Autorenvereinigung, der mehr als 800 deutschsprachige Krimi-Autoren angehören.

Neben Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Seminaren sind zahlreiche Lesungen in Marburg und anderen Gemeinden im Landkreis geplant. Höhepunkt ist die Verleihung der Friedrich-Glauser-Preise und die Prämierung des besten deutschsprachigen Kinder- und Jugendkrimis.

Gesucht: Interessenten für Criminale-Anthologie

Die Criminale findet seit 1986 jährlich statt – immer an einem anderen „Tatort“: Das letzte Krimi-Treffen war im Frühjahr in Büsum. Apropos „Tatort“: Die Krimiautorinnen und -autoren verwandeln die Stadt und Regionen zur Criminale tatsächlich in „Tatorte“. Nicht nur durch die Lesungen und Vorträge, sondern auch durch eine Krimi-Anthologie, die seit 1986 erscheint, und stets die Region behandelt, in der die Criminale zu Gast ist.

Auch für Marburg ist eine solche Anthologie geplant. Privatpersonen oder Unternehmer, Kneipen, Vereine oder Behörden können darin aufgenommen werden, wenn sie sich beim Syndikat darum bewerben. Danach nimmt ein Autor Kontakt mit den Interessenten auf, recherchiert und verewigt sie in einer etwa 20-seitigen Kurzgeschichte. Damit sind Kosten in Höhe von 500 Euro verbunden.

Bislang haben sich nach Auskunft von Alexandra Klusmann rund 15 Interessenten gemeldet – der Landkreis, die Städte und Gemeinden Neustadt, Amöneburg, Ebsdorfergrund sind ebenso dabei wie die OP, eine Schreinerei und ein Software-Unternehmen. „Das ist doch eine tolle Werbung“, sagt Alexandra Klusmann, die auf weitere Interessenten hofft. „20 bis 25 Geschichten wären ideal“, sagt sie. Sie ist zuversichtlich, dass es gelingt. Anmeldungen werden bis Mitte September angenommen.

Herausgeberin der Marburger Criminale-Anthologie ist Christina Bacher, die Marburg gut kennt: Sie hat an der Philipps-Universität studiert. Wer in die Anthologie aufgenommen werden will oder Infos benötigt, setzt sich per Mail mit ihr in Verbindung: info@bachers-buero.de .

von Uwe Badouin

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