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Cronenbergs Alptraumfabrik-Satire

Neue Filme in Marburg Cronenbergs Alptraumfabrik-Satire

Eine bunte Auswahl wartet wieder auf das Kinopublikum. Mit dabei eine düstere Satire von David Cronenberg und der letzte Film mit Philip Seymour Hoffman in der Hauptrolle. Ein Überblick.

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Abgespeckt und aufmüpfig

Deutsche Schauspieler neben einem der ganz Großen. Herbert Grönemeyer (von links) und Nina Hoss und Philip Seymour Hoffman in „A Most Wanted Man“.Foto: Senator

Quelle: Senator

Marburg. Maps to the Stars: Er habe sich zu diesem Drehbuch einfach hingezogen gefühlt, begründet der 71 Jahre alte Regisseur David Cronenberg seine Wahl, den Film „Maps To The Stars“ gedreht zu haben. Provokativ benutze Autor Bruce Wagner Hollywood als Metapher für eine Stadt toter Götter. Mit diesem packenden Psycho-Thriller bringt der kanadische Filmemacher Cronenberg („Naked Lunch“, „Die Fliege“) eine düstere Traumfabrik-, wohl eher Alptraumfabrik-Satire ins Kino. Unheimlich und steril wirkt der Film, dessen 107 Minuten trotz mystischen Stoffs schnell wie im Rausch zu vergehen scheinen.

Getragen wird der Thriller von einem herausragenden Ensemble. Die 52-jährige Julianne Moore gewann im Mai beim Festival von Cannes verdientermaßen den Preis als beste Schauspielerin für ihre Darstellung der wahnsinnigen Film-Diva Havana Segrand. John Cusack mimt einen undurchsichtigen Guru und Kinderstar-Vater, der „Twilight“-Saga-Schauspieler Robert Pattinson spielt einen Chauffeur und Möchtegern-Autor.

In „Maps To The Stars“ geht es um Drogen, Geldgier, Geister, Halluzinationen und Inzest in Hollywood. Der Kinderstar Benji hat mit 13 schon eine Drogenkarriere hingelegt, seine ältere Schwester Agatha war jahrelang in der Psychiatrie, weil sie das Haus der Familie in Brand gesteckt hat. Nun kommt sie zurück und verdingt sich als Assistentin bei der Filmdiva Havana, die sich vom Geist ihrer Mutter verfolgt fühlt, jedoch unbedingt deren berühmteste Rolle in einem Remake spielen will.(dpa)

Der Film läuft im Capitol.

A Most Wanted Man: Ein Mann allein ist Grund genug, den Spionagethriller „A Most Wanted Man“ zu sehen. Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman („Capote“) liefert in seiner letzten Hauptrolle ein meisterhaftes Porträt eines deutschen Spions ab. Anfang Februar war der amerikanische Schauspieler im Alter von 46 Jahren an einer Überdosis Drogen gestorben. Als der kettenrauchende, Whisky-trinkende Geheimdienstler Günther Bachmann, der in Hamburg eine Terroristen-Fahndungseinheit leitet, ist Hoffman schauspielerisch in Bestform. In dem Thriller wird ein illegaler Flüchtling in Hamburg zum gesuchten Mann der Geheimdienste. Die Vorlage (dt. Titel: „Marionetten“) stammt von John le Carré, dem britischen Altmeister für intelligente Agentengeschichten.

An Philip Seymour Hoffmans Seite tritt eine internationale Starbesetzung in Aktion. Willem Dafoe spielt den geschliffenen Banker, Robin Wright eine berechnende amerikanische Agentin, Rachel McAdams ist die idealistische Menschenrechtsanwältin. Wichtige Rollen fallen auch der deutschen Topriege zu. Nina Hoss („Barbara“) ist die kühle, aber treu ergebene Assistentin des von Hoffman gespielten Günther Bachmann. Daniel Brühl („Rush - Alles für den Sieg“) ist ein weiterer Helfer in dessen Spionageeinheit. Auch die „Tatort“- Darsteller Martin Wuttke und Rainer Bock wirken mit. Herbert Grönemeyer, der die Filmmusik liefert, tritt ebenfalls vor die Kamera.

Hinter der Kamera steht der niederländische Star-Fotograf Anton Corbijn („The American“. Die meisten Szenen wurden in Hamburg gedreht, die Stadt, in der die Terror-Anschläge vom 11. September 2001 geplant wurden. Corbijn hat das richtige Auge für atmosphärische Gegensätze, vom düsteren Hafenviertel bis in die Bar des feinen Hamburger Hotels Atlantic. (dpa)

Der Film startet im Capitol.

Million Dollar Arm: Im Disney-Sportfilm versucht Sportagent JB Bernstein (Jon Hamm, „Mad Man“) seine Karriere zu retten. Als er nachts indisches Cricket im Fernsehen sieht, beschließt er, nach Indien zu reisen und dort einen neuen Baseball-Werfer zu finden. Tatsächlich findet er dank der Fernsehshow „Million Dollar Arm“ zwei junge Talente. Zurück in den USA entpuppt sich die Idee als Kulturschock für beide Seiten. Nach einer wahren Geschichte. (dpa)

Der Film läuft im Capitol.

Katakomben: Der Horrorthriller spielt in den Katakomben von Paris. Regisseur John Erick Dowdle schickt eine Gruppe von Archäologen auf Schatzsuche. Doch bald schon macht das personifizierte Grauen Jagd auf die jungen Forscher.(dpa)

Der Film startet im Cineplex.

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