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Coversongs aus allen Musikrichtungen

Overback spielte in Waggonhalle Coversongs aus allen Musikrichtungen

Auch nach 20 Jahren bleiben Overback die Fans treu und gewogen, wie zwei erneut ausverkaufte und bejubelte Konzerte in der Waggonhalle zeigten. Im ganz eigenen Sound arrangierte Coversongs begeisterten die Hörer.

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Overback (von links: Rainer Husel, Wolf Peterhoff und Burkhard zur Nieden) feierten an zwei Abenden in der jeweils ausverkauften Waggonhalle ihr 20-jähriges Bestehen.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Das Wörtchen „genial“ war mehr als einmal aus dem Munde verschiedener Besucher zu vernehmen. Und da muss ja was dran sein, wenn alljährlich die Hütte voll ist, die Zuhörer dreieinhalb Stunden lang „nur“ Coversongs hören, auch begeistert „Ich geh mit meiner Laterne“ mitsingen, am Ende noch immer nicht genug haben und mehrere Zugaben erklatschen.

Der berühmte Funke sprang gleich zu Beginn, bei der ­traditionellen Unplugged-Session, im hautnahen Kontakt vom Bühnenrand auf das Publikum über. Dennis Wutzke an der Mandoline statt der E-Gitarre, Robert Oberbeck mit Rassel statt Schlagzeug, Rainer Husel mit Akustikgitarre statt E-Bass, Burkhard zur Nieden am Akkordeon statt Hammondorgel oder Keyboard. Nur Wolf Peterhoff behält die Akustikgitarre durchgehend, ergänzt durch Mundharmonika und manchmal greift er auch zur Querflöte.

„Fire and Rain“, ein Folk Rock Song von James Taylor, „Love the One You‘re With“ von Stephen Stills und „You Ain‘t Goin‘ Nowhere“ von Bob Dylan bildeten den munteren Auftakt beim ersten Konzert am Freitagabend. „Zum Glück sind nicht alle Literaturnobelpreisträger Musiker“, lautete einer der typischen launig-humorigen Ansagen Rainer Husels bei „Just like a woman“, bei dem die Stimme von Overback-Namenspatron Robert Oberbeck der Dylans recht nahe kam.


Gastauftritt von Lisa-Marie Fischer

Oder bei der Hommage an den am 7. November verstorbenen Leonard Cohen mit „Hallelujah“, das Gastsängerin ­Anita Naumann mit gefühlvoll-souliger Stimme interpretierte. „Das Lied ist etwas seltsam. Es wird bei Taufen ebenso wie bei Hochzeiten und Beerdigungen gesungen und passt bei keinem davon. Am besten würde es bei Swingerparties passen“, meinte­ Husel und bedauerte den Tod Cohens in dieser Zeit, „in der wir jede vernünftige Stimme brauchen“.

Neben Folk und Songwriter-Stücken fehlten auch melodiöser Rock und treibende Rhythmen nicht. „Go your own way“ von Fleetwood Mac mit Burkhard zur Niedens Akkordeonbegleitung und harmonischem Satzgesang riss die Zuhörer ebenso mit wie Michael Jacksons „Billy Jean“ im Hammondorgel-Sound. Zur Nieden ­feierte zudem nach 20 Jahren ­
Premiere als Background-Sänger bei „In the middle of the night“ von Within Temptation.


Besonders bejubelt wurde auch ein herausragender Instrumentalteil. Dennis Wutzkes E-Gitarre scheint bei „Sultans of Swing“ von den Dire Straits von Jahr zu Jahr intensiver und mitreißender zu klingen.

Der Applaus des Publikums wollte schier kein Ende nehmen.
Die ebenfalls 210 Zuschauer beim keineswegs identischen Samstagskonzert erlebten übrigens eine andere Gastmusikerin als Support: Lisa-Marie Fischer.

von Manfred Schubert

 
 
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