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Computer gegen Schreibmaschine

OP-Lesesommer Computer gegen Schreibmaschine

Eine Schreibmaschine verändert einen Mann und ein Leben.

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Quelle: dtv

Als IT-Vorstand Richard Westermann bei der Beisetzung eines Schriftstellers dessen Schreibmaschine sieht, will er sie unbedingt haben – warum auch immer.

Weil er sie nicht bekommen kann, holt er ein anderes dieser altmodischen Schreibgeräte in sein Leben und nennt es „Gabriele“. Und Gabriele verändert vieles. Plötzlich ist die Welt analog, entschleunigt, selbstbestimmt.

Dabei soll Westermann doch eigentlich eine ausspähsichere Krypto-Box entwickeln. Seine Mutter geht derweil den umgekehrten Weg und entdeckt die Online-Welt für sich. Augenzwinkernder und kritischer Blick auf unsere schöne neue Online-Welt.

von Heike Döhn

 
Leseprobe

War dies tatsächlich Höfers alte Schreibmaschine? Hatte er darauf all seine Bücher geschrieben, auf ihr herumgehämmert wie im Wahn, ihr jeden einzelnen Buchstaben abgerungen? Westermann beugte sich weiter vor, suchte nach einer Lücke zwischen den Köpfen und kam sich dabei unseriös, neugierig, ja geradezu kindlich vor. Die Maschine schien unter ihrem metallisch schimmernden Panzer noch Typenhebel für den Druck zu haben.

  • Katharina Münk: Westermann & Fräulein Gabriele, dtv, 352 Seiten, 14,90 Euro.
 
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