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„Cold Distance“ schafft 
es ins Finale

Emergenza-Festival „Cold Distance“ schafft 
es ins Finale

Wie schon bei der Vorrunde im Februar war es der Hinterländer Dark-Rock-Formation „Cold Distance“ gelungen, ihre Fans zu mobilisieren und mit drei Bussen zum Semifinale mitzunehmen.

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Die Band „Cold Distance“ aus Weidenhausen spielte mit Michael Fath (von links), Ersatzmann Sven Köhl, Thorsten Beitz und Patrick Deimer beim Emergenza-Semifinale im KFZ.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. 125 Fans hatte allein „Cold Distance“ mitgebracht – somit war ihnen die Mehrheit des 230-köpfigen Publikums beim Voting schon mal sicher. Dazu kam begeistertes Gekreische direkt vor der Bühne.

Aber weit mehr als die Mitgereisten hoben die Hand und auch der dreiköpfigen Jury hatten die düsteren, manchmal melancholischen Songs wie „Tomorrow“ aus den Bereichen Dark-Rock bis Metal zugesagt.

Dabei hatte die fünfköpfige Band auch noch das Handicap, auf ihren Rhythmus-Gitarristen Andreas Fath verzichten zu müssen. Zum Glück half Sven Köhl von „Granny Meat 
Stone Shit“ aus Schlierbach aus, der Hinterland-Band, die es im Vorjahr ins Finale-Mitte in der Frankfurter Batschkapp geschafft hatte.

Außer Konkurrenz starteten „River Becomes Ocean“ aus dem englischen Brighton.

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Aufgrund des knappen Ergebnisses und um es spannend zu machen, holte Emergenza-Moderatorin Sabrina Lüftner zur Bekanntgabe des Resultats die vier bestplatzierten Gruppen auf die Bühne. Dazu gehörten zwei weitere heimische Bands.

„Elevantree“ aus Marburg hatte mit coolem Stoner-Rock und natürlich lokaler Fan-Unterstützung gepunktet. Ebenso konnte das Alternative-Rock-Trio „The Roads“ auf seine Anhänger zählen. Das Trio aus dem Ebsdorfer Grund bot zudem eine energiegeladene Show, bei der das 
 Publikum so richtig mitging.

Dennoch reichte es nicht ganz. Zweiter Frankfurt-Finalist wurde „Devil‘s Shepherd“, die als letzte von acht Bands an diesem Abend auftrat. Die Musiker aus Herborn und Dillenburg schafften es auch nach weit über vier Stunden Wettbewerb noch, mit ihrer Mischung aus Stoner Rock und Groove-Metal Zuhörer und Jury zu überzeugen.

„Cridafu“ aus Gießen kann sich nicht durchsetzen

Wobei man auch sagen muss, dass der späte Startplatz kein Nachteil war, was das Sammeln von Publikumsstimmen angeht. Die Wetzlarer Metalcore-Band „Omega Vibe“ hatte das Pech, um 19 Uhr vor noch fast leerem Saal den Wettbewerb eröffnen zu müssen.

In der Vorrunde 
war sie Jury-Sieger und Publikumszweiter geworden und legte sich auch diesmal mächtig ins Zeug – allein, es waren gar nicht genug Hände da, um sie für die Gruppe zu heben. Und auch die nachfolgenden Indie-Punker „Genetik Blueprint“ aus Dillenburg gefielen unter anderem mit vierstimmigem Gesang, es mangelte jedoch an Publikumsmasse.

Das Hip-Hop-Duo „Cridafu“ aus Gießen konnte sich diesmal mit seinem deutschen Rap nicht gegen die Phalanx der Rockbands durchsetzen. Außer Konkurrenz starteten „River Becomes Ocean“ aus dem englischen Brighton, die auf ihrer Europa-Tour einen Stopp in Marburg einlegten und sehr gut beim Publikum ankamen.

Das Emergenza-Finale Mitte 
findet am 26. Mai in der Batschkapp statt. Mal sehen, wie viele 
 Fans „Cold Distance“ dorthin folgen werden.

von Manfred Schubert

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