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Melancholie und Liebesseufzer

Chor der Markuskirche Melancholie und Liebesseufzer

Schumann, Schubert, Brahms – beim Sommerkonzert in der Markuskirche standen Komponisten der Romantik im Mittelpunkt. „Sommerlied“ 
und „Nacht und Träume“ inklusive.

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Der Chor der Markuskirche entführte die Zuhörer beim Sommerkonzert unter der Leitung von Wolfgang Krumm in die Welt der Romantik.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Normalerweise gibt es nach dem Sommerkonzert in der Markuskirche immer einen stimmungsvollen Ausklang mit Wein und Häppchen im Kirchgarten in der Marbach. In diesem Jahr blieben die Konzertbesucher allerdings lieber drinnen – von wegen „laue Sommernacht“, es war eindeutig zu kühl. Das Konzert hingegen hielt, was es versprochen hatte. Romantische Sommermusik unter anderem von Robert Schumann, Franz Schubert, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Der 24-köpfige Chor der Markuskirche unter der Leitung von Wolfgang Krumm, Marlene Höferhüsch und Sylvia Eimecke (Sopran), Kathrin Thiemann und Christiane Schmitt (Alt) sowie Ina Himmelmann am Violoncello und Reidar Seeling am Klavier bescherten den knapp 80 Besuchern einen rundum gelungenen Konzertabend. Das „Sommerlied: Herzlich tut mich erfreuen“ von Carl Thiel bildete den Auftakt und ein Bogen von Liedern und Sonaten für Violoncello und Klavier wurde bis zum „Ade nun zur guten Nacht“ gespannt.

Melancholie und Morbidität gehören dazu

Wer beim Stichwort „Romantik“ nur an Sonnenuntergänge und Liebesseufzer denkt, wird der Musik des 19. Jahrhunderts mitnichten gerecht. Zwar wird zum Beispiel im Lied „All mein Gedanken, die ich hab“ (komponiert von Johannes Brahms) romantisch geschworen: „Dein, dein, dein will ich immer bleiben“, allerdings stammt der Text bereits aus dem Mittelalter. Und Melancholie und Morbidität gehören ebenso zur Stilrichtung der damaligen Zeit.

Dementsprechend enthielt das Konzertprogramm „Unter den roten Blumen schlummere“ von Robert Schumann wie auch „Die beste Zeit ist mein“ von Arnold Mendelssohn. Der Chor und die Solistinnen wurden mit viel Applaus bedacht, genau wie Ina Himmelmann und Reidar Seeling, die zwei Sonaten von Felix Mendelssohn-Bartholdy spielten.

  • Das nächste Konzert in der Markuskirche ­findet am Sonntag, 10. September, um 17 Uhr statt. Christa Werner wird Harfenmusik zu Gehör bringen.

von Nadja Schwarzwäller

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