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Chöre reisen durch die Musikgeschichte

Fernsehaufzeichnung Chöre reisen durch die Musikgeschichte

„Chorfest der Evergreens“ - das ist eine musikalische Zeitreise erstklassiger Chöre durch die Swing-, Jazz-, Schlager- und Gospelgeschichte. Am Samstag kamen die Stadtallendorfer in diesen Genuss.

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Oben: Zurück in die Flower-Power-Zeit entführte der PopChor 21 aus Heppenheim. Links: Die Moderatoren Marc Marshall und Eva Lind. Rechts: Randall Taylor (vorn) & The Revelation Gospel Singers.Fotos: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Fast ein ganzes Jahrhundert Swing-, Jazz-, Schlager- und Gospelgeschichte hatten sich am Samstagabend sieben hervorragende hessische Chöre in der Stadtallendorfer Stadthalle vorgenommen. Das Konzert wurde als „Chorfest der Evergreens“ aufgezeichnet, es wird zu einem noch nicht bekannten Termin im HR-Fernsehen gesendet.

Nach der Aufzeichnung des „Chorfestes der Weihnachtslieder“ am vergangenen Donnerstag zum zweiten Mal innerhalb einer Woche eine beliebte Unterhaltungssendung in der guten Stube der Stadt. Mit rund 400 Zuschauern war der Saal auch diesmal restlos gefüllt. Ausgesucht und eingeladen hatte der HR dabei den Frankfurter „Jazzchor O-Töne“, „hessen vokal“ aus Marburg, den „PopChor21“ aus Heppenheim, die „Comedian Sixpack“ aus Wiesbaden, den „Chor Hohes C“ aus Kassel, die „The Dirk Raufeisen Singers“ sowie die „Randall Taylor & The Revelation Gospel Singers“.

„Die Lieder heute kennen Sie alle“, erinnerte Marc Marshall an den in den zwei Stunden der Aufzeichnung geschlagenen musikalische Bogen, der vom virtuosen A-cappella-Gesang nach dem Vorbild der Comedian Harmonists, jazzigen Swing-Klassikern, deutschen Kult-Schlagern bis hin zu internationalen Pop-Hits von den Beatles und ABBA reichte.

Bei Songs wie „Obladi Oblada“, „Yellow Submarine“, „Aquarius - Let the sunshine in“ oder „Oh happy Day“ fühlten sich viele der Besucher an ihre „Sturm- und Drangzeit“ erinnert und sangen kräftig mit. Eine überzeugende Vorstellung lieferte „hessen vokal“ aus Marburg mit „Küssen verboten“, „What a wonderful world“ und „Moon river“. Viele Songs, die bereits vorher schon an den schönsten Stellen Hessens aufgenommen worden waren, präsentierten die Chöre aber auch auf die Leinwand projiziert.

Präsentiert wurden das „Chorfestes der Evergreens“ wiederum von der bekannten österreichischen Sopranistin Eva Lind, zusammen mit dem Bariton Marc Marshall, dem Sohn des Stimmungsmachers Tony Marshall. Die beiden führten aber nicht nur durchs Programm und präsentierten den Zuschauern die Chöre, sondern sangen selbstverständlich auch als Höhepunkte der Sendung einige ihrer schönsten Lieder.

Dabei bestach vor allem die Sopranistin bei „Summertime“ von George Gershwin mit ihrer glasklaren Stimme, die sie mittlerweile zu einer der gefragtesten Sängerinnen der Klassikszene gemacht hat. Neben dem Musikgenuss bekamen die Besucher der Stadthalle, die von den beiden Moderatoren immer wieder in ihrer Gesamtheit oder auch als Einzelpersonen in die Show eingebunden wurden, auch einen Eindruck von dem hohen personellen, technischen und organisatorischen Aufwand, der zur Fertigstellung einer solchen Sendung notwendig ist.

Die Begeisterung der Besucher wurde am Ende besonders spürbar, beim vom Publikum und allen Chören gemeinsam gesungenen Beatles-Stück „All you need is love“. „Sie waren ein so tolles Publikum. Wir kommen immer wieder gerne nach Stadtallendorf“, lobte Regisseur Andreas Heller.

von Alfons Wieber

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