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Charmanter Dieb mit Liebeskummer

Kinostart: „Focus“ Charmanter Dieb mit Liebeskummer

Kann man einem Dieb jemals trauen? Und was passiert, wenn ein professioneller Lügner sich richtig verliebt? Diesen Fragen geht „Focus“ auf den Grund – mit viel Humor, ausreichend Action und auch ein bisschen Drama.

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Zwischen Trickbetrüger Nicky (Will Smith, links) und seiner schönen Auszubildenden Jess (Margot Robbie) sprühen die Funken.

Quelle: Warner Bros.

Betrug und Lüge, liebenswerte Schwindler und echte Bösewichte, Nervenkitzel und viel Liebe: Die US-Komödie „Focus“ hat alle Zutaten für einen unterhaltsamen Kinoabend. Regie führte mit Glenn Ficarra und John Requa („Crazy, Stupid, Love.“) ein bewährtes Duo. Als Vorbereitung auf die Hauptrolle ließ US-Schauspieler Will Smith sich sogar zum Taschendieb ausbilden.

Nicky (Smith), ein ebenso genialer wie charmanter Trickbetrüger und Zwecklügner, beginnt ein Techtelmechtel mit Jess, seiner schönen und begabten Auszubildenden im Taschendieb-Business. Die Affäre endet abrupt, zurückbleibt eine verletzte Jess. Drei Jahre später treffen die beiden sich wieder. Nicky bekommt einen Großauftrag vom skrupellosen Autorennstall-Besitzer Garriga, in dem es um eine geheime Formel und viel Geld geht. Dass Jess jetzt mit Garriga zusammen ist, passt ihrem früheren Lehrer und Geliebten allerdings überhaupt nicht.

Die Rolle des Nicky ist Will Smith wie auf den Leib geschrieben. Ihm habe das Drehbuch gefallen, weil es Genres komplett ignoriere, sagt der 46-Jährige: „Es ist ein Gaunerfilm, aber auch eine bizarre Komödie, sehr ernst, mit toller Action, und dann ist da noch die Liebesgeschichte.“ Die Australierin Margot Robbie, die mit „The Wolf Of Wall Street“ an der Seite von Leonardo DiCaprio den Durchbruch in Hollywood schaffte, ist mit 24 Jahren ungefähr halb so alt wie er. Die Chemie stimmt trotzdem.

Nicht immer realistisch, aber es macht Spaß

Wer Hochglanz-Gaunerfilme wie „Catch Me If You Can“ oder „Ocean‘s Eleven“ mag, für den ist „Focus“ genau das Richtige: schöne Menschen, lässige Sprüche, lustige Nebendarsteller, schwungvoller Soundtrack und eine überraschende Wendung nach der anderen. Auch Will-Smith-Fans kommen auf ihre Kosten, denn er kann sein komödiantisches Talent voll ausspielen.

Kinobesuchern auf Sinnsuche oder mit einer Vorliebe für logische Handlung müssen sich „Focus“ nicht unbedingt anschauen. Auch die dramatischen Elemente bleiben eher oberflächlich. Dass stets alles ganz anders ist, als es scheint, kann großen Spaß machen – besonders realitätsnah ist es aber nicht.

Um die zahlreichen Taschendiebstähle überzeugend rüberzubringen, holte sich das „Focus“-Team Hilfe bei einem Profi: Apollo Robbins nennt sich selbst „einer der weltweit führenden Berater in Sachen Taschendiebstahl, Trickbetrug und Täuschung“. Das Training machte Smith zu schaffen: „Es ist total beängstigend. Man muss wirklich eiskalt sein, um die Hand in jemandes Tasche zu stecken“, sagt er. Es sei aber kaum zu glauben, wie leicht Menschen sich ablenken ließen.

  • Der Film läuft im Cineplex.

von Teresa Dapp und unserer Agentur

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