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Chaotisches Spiel rund um die Liebe

Hessisches Landestheater: „Was ihr wollt“ Chaotisches Spiel rund um die Liebe

Eigentlich sollte in keiner Theaterspielzeit ein Shakespeare fehlen. In diesem Jahr gilt das besonders: Er starb vor 400 Jahren am 23. April 1616. Das Landestheater verneigt sich mit der Komödie „Was ihr wollt“.

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Camil Morariu und Insa Jebens führen in dieser Szene der „Was ihr wollt“-Inszenierung von 
Matthias Faltz eine Puppe.

Quelle: Killa Schuetze

Marburg. William Shakespeare wurde vermutlich 52 Jahre alt – sein exaktes Geburtsdatum ist nicht überliefert. Er schrieb mehr als 150 Sonette. Im Gedächtnis der Menschheit tief verankert ist er aber durch seine Tragödien, Dramen und Komödien.

38 Stücke hat er für das Theater geschrieben – und alle werden bis heute gespielt: „Romeo und Julia“, „Hamlet“, „Othello“, „Macbeth“, „König Lear“ – jede Generation schafft sich ihren Shakespeare, entdeckt in seinen unsterblichen Dramen aktuelle Bezüge, die die Zeiten überdauern. 20 Stücke wurden bislang verfilmt, sein „Hamlet“ alleine zwölf Mal. Auch das zeigt die Bedeutung des Genies.

Das Hessische Landestheater feiert nun am Samstag um 19.30 Uhr im Theater am Schwanhof Premiere mit einer seiner großen Komödien: „Was ihr wollt“. Es geht drunter und drüber in dieser Komödie: Viola rettet sich nach einem Schiffbruch mit knapper Not an die Küste Illyriens. Und damit beginnt ein wunderbar chaotisches Spiel rund um die Liebe.

Intendant führt Regie

Viola zieht Männerkleidung an und tritt als Cesario in den Dienst des Herzogs Orsino, der mehr als ein Auge auf die schöne Gräfin Olivia geworfen hat. Die weist ihn immer wieder zurück. Dann taucht Cesario alias Viola bei ihr als Bote des Herzogs auf. Was passiert? Klar, ­Olivia verliebt sich in den geheimnisvollen Jüngling. Cesario lehnt dankend ab, schließlich ist er Viola und liebt den Herzog, der sie allerdings für einen Jüngling hält.

Dann gibt es da noch den Ritter Andreas Bleichenwang, der Olivia gerne heiraten würde und in seinen Ambitionen von Olivias Onkel Tobias Rülps (im Original: Toby Belch) unterstützt wird. Der Schlemmer und Säufer Tobias hat es auf das Geld seiner Nichte abgesehen – er braucht es, um seine Saufgelage zu finanzieren.

Den verwirrenden Liesreigen rundet ein Verwalter namens Malvolio ab, dem man den Floh ins Ohr setzt, seine Herrin Olivia sei insgeheim in ihn verliebt. „Was ihr wollt“ wurde vermutlich am Vorabend des Dreikönigsfestes 1601 oder 1602 uraufgeführt.

Regie führt Intendant Matthias Faltz. Für das Bühnenbild zeichnet Harm Naajier verantwortlich, die Kostüme stammen von Alin Pilan und die Musik von Matthias Mohr. In das illyrische Liebeschaos stürzen sich die Darsteller Lene Dax, Ogün Derendeli, Maximilian Heckmann, Thomas Huth, Insa Jebens, Jürgen Helmut Keuchel und Camil Morariu.

Die Premiere am Samstag, 20. Februar, um 19.30 Uhr im Theater am Schwanhof ist ausverkauft, eventuell gibt es kurzfristig Restkarten. Weitere Aufführungen sind am 24. und 26. Februar sowie am 1. und 5. März.

von Uwe Badouin

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