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Bundesweit einmalige Weiterbildung an Marburger Philipps-Universität

Kulturelle Bildung an Schulen Bundesweit einmalige Weiterbildung an Marburger Philipps-Universität

An der Philipps-Universität wird es einen neuen Studiengang „Kulturelle Bildung an Schulen“ geben. BMW-Erbin Susanne Klatten übernimmt als Geselllschafterin der Altana-Kulturstiftung die Schirmherrschaft.

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Universitätspräsidentin Professorin Katharina Krause (links) und Susanne Klatten unterzeichnen den Kooperationsvertrag für den Studiengang „Kulturelle Bildung an Schulen“. Die reichste Frau Deutschlands übernimmt die Schirmherrschaft.Foto: Jörg Baumann

Kultur. Initiiert wurde der bundesweit einzigartige neue Studiengang von der Philipps-Universität und der Altana-Kulturstiftung. Die Unternehmerin Susanne Klatten und Universitätspräsidenten Professorin Dr. Katharina Krause unterzeichneten jetzt einen Kooperationsvertrag zu dem Weiterbildungsmasterstudiengang „Kulturelle Bildung an Schulen“. Die Kooperation ist zunächst auf vier Jahre angelegt und wird von der Altana-Stiftung mit einem Beitrag von 240000 Euro unterstützt. Der Studiengang soll voraussichtlich im Wintersemester 2014/15 an den Start gehen. Dies teilten die Stiftung und die Philipps-Universität mit.

Der Studiengang ist in Deutschland in dieser Form einzigartig. Nach Ansicht von Professorin Krause bietet er eine große Chance für innovative Entwicklungen der schulischen Bildungslandschaft“. Ziel des Weiterbildungsmasters ist „die Professionalisierung von Lehrern und Künstlern für nachhaltige Schulentwicklung im kulturellen Bereich an Schulen“, so die Initiatoren.

Der Studiengang wird am Fachbereich Erziehungswissenschaften in den Instituten Schulpädagogik sowie Sportwissenschaft und Motologie verankert. Er hat eine Studiendauer von zwei Jahren. Was kann Schule von Kultur lernen? Wie hält Hochkultur nachhaltig Einzug an Schulen? Wie kann Kunst Schulunterricht verändern? Wie können Lehrende gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Künstler-Profis und Kulturinstitutionen neue Strukturen für lebendiges Lernen und Forschen in ästhetischen Feldern schaffen? Dies sind Fragen, mit denen sich Studierende in dem Studiengang beschäftigen werden.

„Im Kern geht es darum, Lehrenden parallel zu ihrer Unterrichtstätigkeit an der Schule dazu anzuregen, selbst wieder künstlerische Erfahrungen zu machen und zugleich mit professionellem Wissen um Schulentwicklung und Projektmanagement zu verknüpfen“, teilte die Altana Stiftung mit. Dafür gelte es die Wirkung von ästhetischen Feldern wie Musik, Tanz, Kunst oder Theater auf Lern- und Erfahrungsräume als ein Grundverständnis pädagogischen Handelns an Schulen zu verankern.

„In den Schulleitungsteams der Schulen fehlt in der Regel eine Person, die genau dieses Feld der kulturellen Bildung vertritt und Prozesse an den Schulen zielgenau und in Kooperation mit dem Kollegium und den sogenannten außerschulischen Partnern wie Museen, freien Künstlern oder Tänzern steuert und gleichzeitig eigene Erfahrungen im ästhetischen Feld besitzt“, erklärt das Kernteam des Studiengangs, das aus Professorin Dr. Anke Abraham, Brigitte Heusinger von Waldegge, OStR Christian Kammler, Levia Murrenhoff (alle Universität Marburg) und Professorin Dr. Christine Heil (Universität Duisburg-Essen) besteht.

Die Schirmherrschaft für den Weiterbildungsmaster übernimmt Susanne Klatten, die Gesellschafterin der Altana-Kulturstiftung Susanne Klatten. Susanne Klatten entstammt der Unternehmerdynastie der Familie Herbert und Johanna Quandt. Die BMW-Erbin gilt als reichste Frau Deutschlands.

„Die stetige Verbesserung der schulischen Bildung ist mir ein großes Anliegen. Darunter fällt auch die Weiterbildung von Lehrern, um Schulen im Bereich der Kultur und der Vermittlung von Kunst neue Impulse zu geben“, betonte die Milliardärin. Mit kulturellen Bildungsprojekten von verschiedenen Partnern und durch kreative Impulse könne Schule neu gedacht werden.

Der Weiterbildungsmaster soll die Erfahrung und das Wissen der Universität für Lehrerbildung, Forschung und Prozessbegleitung und die langjährige Felderfahrung der Altana-Kulturstiftung im Bereich der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen allen Kunstrichtungen und des Kulturmanagements vereinen. Der Studiengang soll von renommierten Wissenschaftlern, erfahrenen Praktikern sowie international etablierten Künstlern geleitet werden. Schirmherrin Susanne Klatten hob die Bedeutung einer hohen Qualität der künstlerischen Prozesse hin. Durch die Zusammenarbeit mit renommierten Partnern werde diese gewährleistet. „Ich bin glücklich, dass wir Kooperationspartner wie The Forsythe Company, das Ensemble Modern und das Schauspiel Frankfurt für die künstlerisch-inhaltliche Umsetzung des neuen Studiengangs gewinnen konnten.“ Nicht zuletzt dadurch werde der Studiengang ein bundesweit einmaliges Format erhalten.

Die Altana-Kulturstiftung entwickelt seit ihrer Gründung 2007 Bildungsaktivitäten mit dem Themenschwerpunkt „Kunst und Natur“.

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