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Buddykomödie mit Starbesetzung

Neu im Kino: Last Vegas Buddykomödie mit Starbesetzung

Vier ergraute Männer hauen in der Casino-Stadt Las Vegas auf den Putz. Mit Michael Douglas, Robert De Niro, Morgan Freeman und Kevin Kline wird „Last Vegas“ zum Star-besetzten Buddyklamauk.

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Zum ersten Mal in einem gemeinsamen Film zu sehen: Die Oscar-Preisträger Kevin Kline (von links), Morgan Freeman, Robert De Niro und Michael Douglas feiern in „Last Vegas“.Foto: Universal

Quelle: Universal Pictures

Marburg. "Last Vegas“ geht manchmal unter die Gürtellinie, wie es sich für eine Männerkomödie, die im Party-Mekka Las Vegas spielt, eben gehört. Doch dass der Oldie-Klamauk nicht in die Hose geht - dafür sorgt die geballte Starpower von Michael Douglas, Robert De Niro, Morgan Freeman und Kevin Kline. Erstmals stehen die vier Oscar-Preisträger gemeinsam vor der Kamera. Obendrein erhalten sie noch Verstärkung von einer Oscar-prämierten Kollegin. Mary Steenburgen („Melvin und Howard“) macht der ergrauten Männerriege richtig Dampf.

Anfangs geht es nur um die Jungs. Da waren sie noch rotzfreche Bengel in Brooklyn, die sich als beste Buddys ewige Freundschaft schworen. Dann macht „Last Vegas“ einen Zeitsprung nach vorn, genauer gesagt 58 Jahre später geht die Story richtig los.

Seniorenklischees wie aus dem Bilderbuch: Sam (Kline) langweilt sich an der Seite seiner Frau im Rentnerparadies in Florida. Archie (Freeman) lebt nach einem leichten Schlaganfall im Haus seines Sohnes. Paddy (De Niro) ist ein kauziger Witwer in New York, der nur seine Ruhe will. Billy (Douglas), der es zu Geld gebracht hat, geht im kalifornischen Malibu mit blonder Föhnfrisur und Sonnenbräune auf die 70 zu. Seine Freundin hat gerade die 30 überschritten, als der ewige Junggeselle um ihre Hand anhält.

Der Plot ist einfach: Vor der Blitzhochzeit in Las Vegas müssen die besten Freunde dem Bräutigam ihren Segen geben. Dazu haut man mit einer Bachelor-Party auf den Putz. „Last Vegas“ ist eine schräge Mischung aus „Hangover“ und „Das Beste kommt zum Schluss“. Auch das „Last Vegas“-Quartett lässt nichts aus. Die Senioren landen in einer Penthouse-Suite, mogeln sich in heiße Discos, feiern Pool-Partys und wachen auf einem Bett auf, das sich dreht. Doch von der oberflächlichen Glitzer-Action von Las Vegas kehren die alten Freunde immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Es geht auch um alte Rivalitäten, Liebe, Loyalität und Altersängste. Dabei legt Regisseur Jon Turteltaub wert auf Feel-Good-Momente und auf Figuren, die Gefühle zeigen. Doch Turteltaubs größter „Last Vegas“-Verdienst ist die Besetzung des Films mit den einst gefragtesten Darstellern Hollywoods, die ihre Rollen inzwischen lockerer nehmen. Nicht zu vergessen die weibliche „Hilfskraft“ Mary Steenburgen, die mit rauchiger Stimme als Club-Sängerin auftritt. Souverän spielt sie die jungen Bikini-Girls an die Wand. Mit 60 Jahren ist die Schauspielerin in der fortgeschrittenen Alterskategorie ihrer männlichen Kollegen. Daran haben Sam, Archie, Paddy und Billy nichts auszusetzen. Im Gegenteil.

Das Publikum in der OP-Sneak-Preview am 5. November war begeistert. „Einer der besten, lustigsten und authentischsten Filme, die ich seit langem gesehn habe“, fand Franziska Bodenbender. Die Gewinnkarten werden zugeschickt.

Der Film läuft im Capitol.

von Barbara Munker

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