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„Auf rosaroten Zuckerwatte-Wolken“

Kindle-Buchpreis „Auf rosaroten Zuckerwatte-Wolken“

Womit sie niemals gerechnet hätte, ist tatsächlich eingetreten: Die Buchenauer Autorin Mira Valentin hat den mit 30.000 Euro dotierten Kindle 
Storyteller Award auf der Frankfurter Buchmesse gewonnen.

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Mira Valentin aus Buchenau freut sich über ihren Kindle Story­teller Award 2017.

Quelle: Amazon.de / Willi Weber

Frankfurt. Ihr ­Roman „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ hat die Jury auf ganzer Linie beeindruckt. Es sei in der Geschichte des Preises tatsächlich noch nie vorgekommen, dass die Jury ein einstimmiges Votum gefällt habe, sagte Dr. Uwe Kullnick, Vorsitzender der Jury und Präsident des Freien Deutschen Autorenverbandes, bei der Preisverleihung.

Aber der Magie von Valentins Roman habe sich das Gremium nicht entziehen können. „Es ist ungewöhnlich, wenn man als Jury ein Buch vorfindet, das sich zuerst sofort die Liebe und Zuneigung seiner Leser erwirbt, bevor man überhaupt daran gehen kann, es formal zu bewerten“, lobt er den Entwicklungsroman, der lebendige Einblicke in die Lebenswelt zweier junger Menschen vor einem ungewöhnlichen Milieu bietet.

In dem Buch geht es um einen 18-jährigen Jungen, der seine beste Freundin, in die er zudem verliebt ist, bei einem Kletterunfall verliert. Erst einer Gruppe Zirkusleute und deren Seelentieren gelingt es, Milan wieder neue Lust am Leben zu vermitteln und aus seinem Gefängnis aus Selbstzweifeln zu befreien.

„Dieses Erleben menschlicher und tierischer Geheimnisse, verbunden mit den ewig gleichen­ Fragen des Menschen nach ­Leben, Liebe, Selbstbehauptung und Geborgenheit erfasst den Leser nachhaltig“, betonte­ Kullnick und habe schließlich auch der Jury die Entscheidung leicht gemacht.

Prämierter Roman steigt in Bestseller-Rangliste auf

Dass die Wahl auf sie fallen würde, damit hatte Mira Valentin nicht einmal im Traum gerechnet. Sogar bei Szenekennern galt sie als Außenseiterin. Teilweise wurde das Buch in der Kritik heftig auseinandergenommen.

Selbst während der Laudatio bei der Preisverleihung hatte sie noch nicht gänzlich realisiert, was gerade geschehen war, gab die Autorin zu: „Ich saß da, hörte, was er sagte und dachte nur: Das ist ja mein Buch. Das war ein völlig unwirkliches Gefühl.“ Als dann tatsächlich ihr Name fiel, „hatte ich echt weiche Knie“, und hätte Cherno­ ­Jobatey als ­Jurymitglied sie nicht am Arm genommen und auf die Bühne geführt, „wäre ich wahrscheinlich umgefallen. Ich war voll ferngesteuert und dann kam dieses ganze Blitzlichtgewitter“, erzählt sie.

„Das alles gehört definitiv in die Top Ten der krassesten­ ­Erlebnisse meines Lebens“, gesteht Valentin und ergänzt: „Ich habe dauerhaft so breit gegrinst, dass ich vor lauter Glück auf rosaroten Zuckerwatte-Wolken schwebte.“ Neben dem unbeschreiblichen Gefühl hat sich der Gewinn des Preises aber auch schon anders bemerkbar gemacht.

Nach Bekanntwerden der Jury­entscheidung ist „Der Mitreiser und die Überfliegerin“, der bis dato auf einem vierstelligen Verkaufsrang lag, in das Bestseller-Ranking seiner Kategorie bei Amazon gestiegen. Neben 10.000 Euro Preisgeld erhält Mira Valentin zudem ein Marketingpaket im Wert von 20.000 Euro sowie einen Verlagsvertrag der Münchner Verlagsgruppe. Zudem wird von dem Roman ein Hörspiel produziert.

Mehr zu Mira Valentin lesen Sie hier.
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