Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Brennende Intensität und Poesie

Trio Bamberg Brennende Intensität und Poesie

Nach mehr als zwei Stunden hatten die 550 Zuhörer immer noch nicht genug und erklatschten sich eine umfangreiche Zugabe, die Robert Benz, Alexander Hülshoff und Jewgeni Schuk bereitwillig gewährten.

Voriger Artikel
Bei Kindern die Lust am Lesen wecken
Nächster Artikel
Bodo Bach findet seine Opfer am Telefon

Das „Trio Bamberg“ begeisterte das Publikum des Konzertvereins in der Stadthalle mit Werken von MacMillan, Beethoven und Brahms.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Allein die beiden klassisch-romantischen Meisterwerke von Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms waren bereits abendfüllend. Doch das „Trio Bamberg“ gab sich damit nicht zufrieden und eröffnete das Konzert in der Stadthalle Marburg mit einem 20 Minuten dauernden Werk der Moderne.

Der 1959 geborene schottische Komponist und Dirigent James MacMillan hat seine „Fourteen Little Pictures“ (14 kleine Bilder) Ende der 90er Jahre veröffentlicht – ein außerordentlich affektgeladenes Klaviertrio, das Interpreten und Zuhörer nahezu übergangslos von einem Extrem ins andere stürzt: Wuchtige Akkordballungen im Klavier und dramatisch hochgepeitschte Streicherpassagen kontrastieren mit ganz nach innen gekehrten, geradezu meditativen Klängen – quasi ein tönendes Abbild der von Krieg, Umweltzerstörung, Geldgier bestimmten modernen Welt und des utopischen Wunschs nach einem dauerhaften, alle Menschen einbeziehenden friedlichen und gerechten Miteinanders.

von Michael Arndt

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe der OP und bereits am Mittwochabend ab 22 Uhr auf Ihrem iPad.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr