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Bombino spielt Benefiz-Konzert

Hilfe für Opfer des Erdbeben in Nepal Bombino spielt Benefiz-Konzert

Mit seiner Gitarrenmusik hat sich der Tuareg-Musiker Bombino auch außerhalb Afrikas längst einen Namen gemacht. Für ein Benefiz-Konzert kommt er nun nach Marburg.

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Der bekannte Gitarrist Bombino spielt am 20. September ein Benefiz-Konzert auf der Freilichtbühne im Schlosspark.

Quelle: Alice Durigatto

Marburg. Zum ersten Mal kommt Omar Moctar, genannt Bombino, am 20. September nach Marburg. Auf der Freilichtbühne im Schlosspark wird er mit seiner gleichnamigen Band ein Benefiz-Konzert zugunsten der Stiftung Bredtmanns Spuren für Erdbebenopfer in Nepal spielen. Für Flüchtlinge, die zur Zeit in Marburg untergebracht sind, ist der Eintritt kostenlos. Das Motto lautet: „Refugees get in for free – Bombino World Tour.“

Es soll ein gemeinsames Fest von Marburger Bürgern mit Migranten und der Band Bombino sein. Bombino kennt das Schicksal als Flüchtling selbst nur zu gut. Mehrmals ist er aus seiner Heimat, dem Niger, geflohen. Zuletzt suchte er 2007 in Burkina Faso Zuflucht, nachdem zwei Bandmitglieder auf dem Weg zu einem Auftritt von Soldaten erschossen wurden. Bombino ist ein bekannter Targi, kämpfte selbst während der Tuareg-Unruhen 2007 im Niger auf Seiten der Rebellen.

Kollaboration mit namhaften Künstlern

Geboren wurde er 1980 im Tal Tidène in der nördlichen Sahelzone, bei Agadez, einem zentralen Ort für das Volk der Tuareg. Erstmals floh er während der Tuareg-Revolutionen mit seiner Familie nach Algerien. Dort bekam er von seinem Onkel eine Gitarre geschenkt. „Die Gitarre stellt eines der wichtigsten Musikinstrumente der Tuareg dar“, erklärte Bombino in einem Interview mit der „Zeit“. Doch Bombinos Vater war strikt dagegen, dass sein Sohn in einer Band spielen wollte.

Von seinen Bandmitgliedern bekam er als jüngster Mitspieler den Spitznamen Bombino verliehen, angelehnt an das italienische Bambino. Bombino vermischt die traditionelle Musik, die er aus seiner Heimat kennt, mit Rock- oder Blueselementen – Musik, die er in Tuareg-Flüchtlingslagern gehört hat. Er hat mit dem bekannten amerikanischen Jazz-Saxophonisten Tim Ries für dessen Album „Stones World“ zusammengearbeitet und spielte bereits mit mehreren Mitgliedern der Rolling Stones zusammen.

Im Exil in Burkina Faso traf er 2009 den Filmemacher Ron Wyman. Dieser drehte die Doku „Agadez, the Music and the Rebellion“ über Bombino. Das ermöglichte dem Sänger und Gitarristen, sein zweites Album „Agadez“ in Amerika aufzunehmen. Für sein drittes Album arbeitete Bombino mit Dan Auerbach, Gitarrist von „The Black Keyes“, zusammen.

von Mareike Bader

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