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Bohrer und Sprühsahne

Kino: „Magic Mike XXL“ Bohrer und Sprühsahne

Drei Jahre nach dem Erfolg der Stripper-Story „Magic Mike“ kehrt Schauspieler Channing Tatum wieder leicht bekleidet auf die Kinoleinwand zurück: „Magic Mike XXL“ ist diesen Mittwoch um 20 und 21.15 Uhr im Cineplex als OP-Vorpremiere zu sehen.

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Channing Tatum (Zweiter von rechts) schlüpft wieder in die Rolle des Strippers Mike. Tritt er mit seiner Truppe auf, brechen Frauen in Johlen aus.

Quelle: Warner Bros.

Vor drei Jahren riss sich Channing Tatum als „Magic Mike“ erstmals das T-Shirt vom Körper. Nun kehrt er in der Fortsetzung des Stripper-Films mit seiner Truppe zurück ins Kino – und versucht sich als Frauenversteher.

Plötzlich läuft im Radio dieses Lied. Der frühere Stripper Mike (Channing Tatum) kann nicht mehr an sich halten. Es fängt mit einem leichten Zucken seiner Schultern an und endet damit, dass er tanzend eine Bohrmaschine als Phallussymbol zweckentfremdet. Zahlreiche Frauen dürften darauf drei Jahre lang gewartet haben: So lange nämlich ist es her, dass sich Schauspieler Channing Tatum (35) für den Stripperfilm „Magic Mike“ im Rhythmus der Musik auszog.

Nun kommt der zweite Teil in die deutschen Kinos – mit dem vielsagenden Zusatz „XXL.“ Tatum, der sich einst selbst sein Geld als Model und Tänzer verdient hat, gibt darin den ehemaligen Stripper Mike. Der hat dem lasziven Hüftschwung eigentlich seit Jahren abgeschworen – bis seine alte Truppe Kontakt zu ihm aufnimmt und Mike zu einer letzten gemeinsamen Show überredet.

Nichts für Feministinnen

Die Reise dorthin macht aus dem Film eine Art Roadmovie, in dessen Verlauf immer mal wieder die Hüllen fallen: In einem Supermarkt, im Stripclub von Mikes Verflossener (Jada Pinkett Smith) oder im Haus der verführerischen Mutter einer Bekannten (Andie MacDowell). Gelegenheiten gibt es genug.

Wer gerne breite Schultern sieht und Bäuche, auf denen man Käse reiben könnte, ist in diesem Film richtig. Feministinnen eher nicht. Frauen stimmen in „Magic Mike XXL“ schon beim Anblick eines hochgehobenen T-Shirts Kreischlaute an und werfen Geldscheine wie Konfetti auf tanzende Männer. Wenig verwunderlich also, dass die Damen auch dann noch in Johlen ausbrechen, als sich ein Stripper Sprühsahne-Flaschen vor sein bestes Stück hält – und ihnen die weiße Masse mitten ins Gesicht spritzt.

Statt Steven Soderbergh führte diesmal Gregory Jacobs Regie, der bei „Magic Mike“ noch die Regieassistenz übernommen hatte. Auch Matthew McConaughey, der im Original aus 2012 als schmieriger Clubbesitzer zu sehen war, kehrte bei der Fortsetzung nicht in seine Rolle zurück. Den weiblichen Neuzugängen Andie MacDowell und Jada Pinkett Smith – die Ehefrau von Schauspieler Will Smith – nimmt man ihre Rollen aber durchaus ab.

MacDowell gibt darin eine reiche, in die Jahre gekommene Mutter, die die Stripper-Truppe lieber früher als später nackt in ihrem Wohnzimmer sehen will. Smith überzeugt als Stripclub-Mutti, die Frauen zu Selbstbewusstsein verhelfen will, indem sie Männer für sie tanzen lässt. „Wir sind wie Heiler“, sagt einer ihrer Stripper zu Mikes Truppe. „Alles, was wir tun müssen, ist Frauen zu fragen, was sie wollen.“

Fast unnötig zu sagen, dass auch Mike einer von Männern enttäuschten Schönheit mit seinem Striptease wieder ein Lächeln entlocken kann. Zumindest bei der Verlobten von Joe Manganiello, der im Film die Rolle des Big Dick Richie spielt, scheint das auch gut anzukommen: Er strippt auch zu Hause für Sofía Vergara, wie er jüngst einer Frauenzeitschrift verriet. „Das nicht zu tun, wäre als würde man einen Kochkurs besuchen und danach nie für jemanden kochen.“

  • Der Film läuft im Cineplex.

von Antonia Lange

 

Magic Mike XXL erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,32 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Ein Film zum Schauen, nicht zum Denken!“
Jana Schneider aus Kirchhain

„Nackte Männer für 2 Stunden – der absolute Hammer.“
 Franziska Külber aus Marburg

„Mega heißer Film mit MEGA heißen Schauspielern. Erweckt in jeder Frau den Wunsch, so eine Stripper-Convention zu besuchen.“
  Nicolina Guasch Siebecke aus Marburg

„Für Frauen absolut geeignet.“
  Britta Fleischhauer aus Stadtallendorf

„Hot!“
Daniela Kreißl (35) aus Stadtallendorf

„Mal ein Film ohne Liebesgeschichte und trotzdem mit Happy End.“
  Nina Quentru (31) aus Lahntal

„Genau das Richtige für einen Mädelsabend.“
 Donna Müller aus Marburg

„Sehr schön anzusehen. Story lässt zu wünschen übrig, das ist in dem Fall nebensächlich.“
 Johanna Rüffer (20) aus Kirchhain

„Der 1. Teil war besser.“
  Christina Fus aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Jana Schneider aus Kirchhain, Bettina Orth aus Neustadt, Juliane Fleischer aus Lohra, Lea Steffen aus Bracht und Katharina Pust aus Marburg. Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Still Alice (3,74)
8. Magic Mike XXL (3,32)

 
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