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Blick hinter die Kulissen der Ateliers

Kunst im Schwanhof Blick hinter die Kulissen der Ateliers

Elf Künstlerinnen und Künstler präsentierten im historischen Schwanhof ihre 
Arbeiten zum Thema „Stimmungen“.

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Die Künstlerinnen und Künstler im historischen Schwanhof bekamen Besuch von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (rechts) und Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach (Dritte von rechts).

Quelle: Friederike Hagel

Marburg. Der historische Schwanhof ist mittlerweile zu einem kleinen Kunstzentrum in Marburg geworden. Elf Künstlerinnen und Künstler präsentierten dort am Wochenende in den Ateliers ihre Arbeiten. So zeigte Rupert Eichler in Ton modellierte Skulpturen, Jan Luke war mit Installationen vertreten, von Günther Kraußmann-Borgemeister waren Holzarbeiten zu sehen.

Cornelia Altemüllers „Steinereien“, Mosaike, die sie aus auf Reisen gefundenen Objekten, Keramiken aus Secondhandläden und von Trödelmärkten kreiert, offenbarten ein oft ironisches Moment, indem sie dem Gefundenen ein neues Leben verleiht.

So vereint „The British Table“ verschiedenste britische Klischees auf humorvoll-satirische Weise; mit „Binosaurier“ entsteht ein Wesen, das Züge von Dinosaurier und Biene offenbart, „And pigs might fly“ verweist auf die britische Ironie des Sprichworts.

Idee stammt aus New York

Sigrun Bennemann hingegen experimentiert mit dem Medium der klassischen Malerei, welches sie auf die Welt der Medienkunst und digitaler Bildbearbeitung ausweitet. Auch Renate Brühl widmet sich einem klassischen Medium – der Druckgrafik. Diese macht sie sich für ihre großformatigen Arbeiten zu Nutzen. Offene Türen von Atelier zu Atelier, welche auf dem Ober- und Untergeschoss im Schwanhof verteilt liegen, sorgten für eine locker-familiäre Atmosphäre.

Als Höhepunkt des Samstagabends lud die Aktion „Drink & Draw“, ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Künstlerinnen Sabine Schock und Gisela Wagner, welche am Schwanhof zusammen in ihrer Ateliergemeinschaft arbeiten, die Besucher zum Mitmachen ein.

Die Idee zum spontanen Modellzeichnen – begleitet durch die Musik von Martin Blankenhagen – habe sie der Künstlerszene New Yorks entnommen, erklärt Wagner. Die an ein offenes Publikum gerichtete Aktion – Anfänger des Modellzeichnens sowie professionelle Künstler waren zur Teilnahme aufgefordert – wurde von zahlreichen Besuchern angenommen.

Neben den im Schwanhof ansässigen Künstlerinnen und Künstlern begleitete Kattrin Luchs den Abend durch beobachtendes Zeichnen; Gerda Waha zeigte ihre Außenskulptur „Einer dieser Steine...“ im Innenhof des Schwanhofs. Mit dieser wolle sie in Zusammenarbeit mit dem Verein Xertifix die Kinderarbeit in den Steinbrüchen Indiens und die damit verbundenen Missstände aufzeigen, wie sie im Gespräch berichtet.

Die Veranstaltung wurde von der Stadträtin und Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach eröffnet. Unterstützt wurde sie vom Kulturamt Marburg und der Stephan Niderehe & Sohn GmbH.

von Friederike Hagel

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