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Bilder erzählen von Leben und Tod

Lorraine Ogilvie Gallery Bilder erzählen von Leben und Tod

„Er hat ein Verlangen, ungelenk zu sein“, sagt Dr. Michael Herrmann über das Werk von Frank Schult. Seit Freitag sind Arbeiten des Künstlers aus Celle in der Lorraine Ogilvie Gallery zu sehen.

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Dr. Michael Herrmann (links) und Frank Schult vor einem Bild des Künstlers.

Quelle: Kira Oster

Marburg. Frank Schult wurde 1948 in Ilmenau geboren. Seine Eltern hatten „mit Kunst nie viel am Hut“, sagt der 63-Jährige. Als er 17 Jahre alt war, lernte er einen Maler kennen. Er wurde zu Schults Vorbild: „So was will ich auch machen, habe ich mir damals gedacht“, sagt der Künstler heute.

Besonders wichtig sei ihm an seiner Arbeit die persönliche Freiheit. „Wenn ich ein Bild male, dann kann mir da niemand reinreden. Mit meinen Bildern erzähle ich auch immer eine Geschichte.“

Schults Werke sind oft gekennzeichnet von Symbolen wie Totenköpfen, Soldaten, Herzen oder Häusern. Er greift gern zu sehr kräftigen Rot- und Orangetönen, schätzt aber auch dunkle Grün- und Grautöne. Der Maler beschäftigt sich in seinen Bildern mit dem Tod, genauso wie mit dem Leben. „Schließlich ist es nur möglich, das Schöne zu sehen und zu schätzen, wenn man auch das Hässliche kennt“, erklärt der Künstler die Gegensätze. Erst nach längerem Betrachten werden die vielen Details in seinen Werken sichtbar.

„Umrisshaft und scheinbar von der Projektion her gesehen verzeichnet schreitet die Figur, getragen von einem gelben Grund in den linken Bildhintergrund. Alles ist schemenhaft skizziert. Die Figur hat ein Bündel auf den Rücken geschnallt, der Kopf viel zu klein, der linke Arm und Hand ragen überdimensioniert in eine Sonne, vor welcher sich Andeutungen an ein Gebirge befinden“, so beschreibt Galerist Dr. Michael Herrmann ein Werk des Künstlers.

Frank Schults Werke sind noch bis zum 18. Juni in der Lorraine Ogilvie Gallery, Ketzerbach 31, zu sehen.

von Kira Oster

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

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