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Bigband beherrscht Gangnam-Style

Konzert Bigband beherrscht Gangnam-Style

Dort, wo die 22 Musiker der Studenten-Bigband wöchentlich proben, startete sie auch ihre Reise. „In 80 Minuten um die Welt“ versprach das Programm, und es wurde noch mehr geboten.

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Originelle Arrangements und lockere Atmosphäre vor überwiegend studentischem Publikum: Die Studenten-Bigband ließ es im Ernst-von-Hülsen-Haus richtig krachen.

Quelle: Florian Gärtner

Marburg. So voll hat man den Konzertsaal im Ernst-von-Hülsen-Haus selten gesehen. Sogar die Seitenlogen waren voll und im Foyer standen einige Stuhlreihen. Aber wenn Studenten unter sich sind, fühlt sich das gar nicht so beengt an. Es waren nur wenige der gut 450 Zuschauer im Publikum, die nicht in das Studenten-Bild passten.

Auf dem musikalischen Rundflug mit Pilot und Dirigent Andreas Hofacker ging es von Europa nach Amerika, über Afrika bis zum „Landepunkt“ Türkei. Dort wartete ein buntes Finale auf die „Fluggäste“ mit „Esmerize“ von den Weltmusikern Äl Jawala. Wie bei einigen Stücken zuvor, stammte auch hier das Arrangement vom musikalischen Leiter der Studenten-Bigband, Andreas Hofacker.

Bei der Tanzeinlagegibt es kein Halten mehr

Natürlich gab es auch einige Bigband-Klassiker zu hören wie „What is Hip“ oder „500 Miles High“. Besonders aufregend waren allerdings die Arrangements von Chart-Hits wie „Seven Nation Army“ von den White Stripes oder Bob Marleys „I Shot The Sheriff“, das von Bassist Malte Sachs umgeschrieben wurde.

Der Höhepunkt des Abends war ein kurzer Zwischenstopp in Südkorea. Bei der Ankündigung konnte man es fast schon ahnen. „Gangnam Style“ im Bigband-Style lautete die Devise. Kräftig, rhythmisch, mit viel Schwung heizten die Musiker den Konzertbesuchern noch einmal kräftig ein. Das war fast besser als das Original. Bei der kurzen Tanzeinlage von Andreas Hofacker gab es dann kein Halten mehr. Es wurde gejubelt und geklatscht. Leider hatte sich kaum jemand getraut, richtig zu tanzen. Mehr als ein Mitwippen war kaum zu sehen. Das mag vielleicht aber auch am Konzertsaal gelegen haben, der eher für ruhige Klassikkonzerte konzipiert ist. Und wer in der Mitte der Reihen saß, dem fehlte auch ein wenig der Platz für mehr Bewegung. Dafür war die Pause eine gute Gelegenheit. Bei dem großen Publikum war es dann auch etwas schwieriger, alle wieder auf ihre Plätze zu bekommen.

Viel Jubel und Applaus bekamen die vielen Soli der Instrumentalisten. Jan Schißler, der mit seiner Gitarre ordentlich abging, war beim Publikum wohl besonders beliebt. Gleich zu Beginn beim Arrangement von Beethovens fünfter Sinfonie legte er ein eindrucksvolles Solo hin. Würde Beethoven heute noch leben - er wäre stolz auf diese Improvisation. Als zweite Zugabe spielten die Musiker erneut den umjubelten „Gangnam Style“ und liefen dabei mit ihren Instrumenten durch den Saal. Bei toller Stimmung im Publikum war das ein perfektes Ende für einen abwechslungsreichen Bigband-Abend.

von Mareike Bader

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