Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeschauer

Navigation:
Rico und Oskar sind wieder da

Weihnachtsroman Rico und Oskar sind wieder da

Andreas Steinhöfel ist 
der bekannteste und mit Abstand erfolgreichste Schriftsteller im Kreis. Jetzt hat er einen wunderbaren Weihnachtsroman veröffentlicht – wieder mit seinen beiden tollen Helden Rico und Oskar.

Voriger Artikel
Ritter Rost, Penny Pepper und Petronella Apfelmus
Nächster Artikel
Regisseur lässt es krachen

Preisgekrönt und erfolgreich: Andreas Steinhöfel setzt seine popu­läre „Rico und Oskar“-Reihe fort.

Quelle: Dirk Steinhöfel, Carlsen Verlag

Biedenkopf. Die Startauflage für „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“ liegt bei 40.000 Exemplaren. Und die ­zweite Auflage ist schon im Druck, teilt der Carlsen-Verlag auf OP-
Anfrage mit. Der Verlag weiß, dass der Roman ein Erfolg wird: Rico und Oskar, die beiden so gegensätzlichen Berliner Jungs, sind ein Traumpaar. Der eine, Rico, 
ist tiefbegabt, der andere, ­Oscar, ein Überflieger.

Seit Februar 2008 sind sie die besten Freunde, haben gemeinsam Höhen und Tiefen überstanden, mit Mut und Geschick knifflige Fälle gelöst. „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ war der erste Roman über die beiden Jungs aus der Dieffenbachstraße in Berlin Kreuzberg. „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“ ist nun ihr viertes Abenteuer, wieder spielt es in der „Dieffe“, der Straße, die der Autor so gut kennt, weil er lange dort gelebt hat.

Aus Zorn zum Schreiben gekommen

Die beiden Jungs bereiten sich auf Weihnachten vor. Die Bäume sind geschmückt, die Stimmung ist weihnachtlich stressig, niemand weiß, wer mit wem feiert. Und bei Oskar verschwindet dauernd Essen. Dann kommt auch noch ein Schneesturm. Aber alles hat seinen Grund und sein Gutes in diesem einmal mehr mitreißend und im typischen Steinhöfel-Ton erzählten Weihnachtsroman. „Draußen heulte und jammerte der Winter, der einfach nicht begreifen wollte, dass wir ihn nicht reinlassen würden“, heißt es in dem Roman, kurz bevor Rico seine Riesenüberraschung sieht.

Andreas Steinhöfel hat einen Lauf, schon seit Jahren. Dabei ist der 1962 in Battenberg geborene Autor eigentlich nur aus Zorn zum Schreiben gekommen, weil er sich über ein Kinder­buch ­geärgert hatte, das „so gut gemeint“ gewesen sei, aus dem die Kinder „etwas lernen“ sollten, wie er mehrfach betonte. 1991 schrieb er „Dirk und ich“. Es wurde ein Erfolg, wie alle seine über 20 Kinder- und Jugendbücher.

Erkenntnisgewinn auch für Erwachsene

Allein die „Rico und „Oscar“-Bände verkauften sich bis heute mehr als 1,5 Millionen Mal, die ersten drei Romane wurden aufwendig verfilmt. Es gibt „Rico und Oscar“ als Hörspiel, als Comics, als Musical, auf der Theaterbühne und seit November 2016 als Trickfilme in der Sendung mit der Maus. Die Konzeption für die Trickfilme stammt von Andreas ­Steinhöfel und Klaus Döring. Doch sind die „Rico und Oscar“-Romane nicht einmal die erfolgreichsten Bücher des Autors: Das ist nach wie vor „Die Mitte der Welt“ rund um den schwulen Jugendlichen Phil aus dem Jahr 1998.

Es sind oft Außenseiter, mit denen sich Steinhöfel in seinen Jugend- und Kinderbüchern beschäftigt, die auch von Erwachsenen mit großem Vergnügen und Erkenntnisgewinn gelesen werden, weil Andreas Steinhöfel ein ungewöhnlich einfühlsamer und zugleich witziger Schriftsteller ist. Steinhöfel wurde vielfach ausgezeichnet: 2008 erhielt er für „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ des Deutschen ­Jugendliteraturpreis, 2013 erhielt er ihn für sein Gesamtwerk. Hinzu kommen der Erich-Kästner-Preis (2009) und – ganz frisch – der James-Krüss-Preis.

  • Andreas Steinhöfel: „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“, Carlsen Verlag, 264 Seiten, 14,99 Euro (ab 10 Jahren).

von Uwe Badouin

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr