Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Beziehungsstress und Bürodramen

Theater Beziehungsstress und Bürodramen

Auch dieses Jahr laden die Waggonhalle und das Theater Gegenstand zum Kurzdramenfestival ein. Dieses geht nun schon in die elfte Runde und bietet den Zuschauern neben den Vorstellungen der vier Gewinnerdramen ein vielseitiges Rahmenprogramm.

Voriger Artikel
Ist das Gehirn ein Auslaufmodell?
Nächster Artikel
Kunst trifft auf Naturwissenschaft

„Exosphäre“ war eine der Inszenierungen des vorigen Kurzdramenwettbewerbs. Privatfoto

Quelle: RALF HOFACKER

Marburg. In den elf Jahren seines Bestehens hat das Marburger Kurzdramenfestival schon fast Kultstatus erlangt. Mittlerweile muss die Jury von Fachkundigen fast 200 Einsendungen von Autoren aus der ganzen Republik unter die Lupe nehmen. Wie jedes Jahr sind vier davon nun als Gewinnerdramen auf dem Kurzdramenfestival in der Waggonhalle zu sehen.

Am 30. Oktober beginnt das Festival und endet am 2. November. In diesem Zeitraum werden die Stücke jeden Tag ab 20 Uhr aufgeführt.

Es gehe bei dem Festival vor allem darum, Autoren zu ermöglichen, ihre Theaterstücke auf die Bühne zu bringen, betont Inga Berlin, Dramaturgin bei Theater Gegenstand. Bei dem Produktionsprozess sind die Autoren allerdings nicht dabei. Das sei Teil des Konzeptes. Erst am Abend der Aufführung bekommen sie das fertige Produkt ihres künstlerischen Schaffens zu sehen. Die Reaktionen fallen dabei ganz unterschiedlich aus.

Die Vielfältigkeit der Stücke sei dieses Jahr besonders auffällig, sagte der künstlerische Leiter Stefan Blix. Während in den vergangenen Jahren die Theaterstücke oft ein verbindendes Element hatten, sind die diesjährigen Gewinnerdramen von ganz unterschiedlicher Natur.

Das erste Werk des Abends ist „Eine von uns“ von Patrick M. Schneider. In dem Beziehungsdrama, das unter freiem Himmel neben der Waggonhalle inszeniert wird, reflektiert ein Paar über seine Beziehung.

„Doris, Sekretariat, Straußenei“ von Jol László spielt im modernen Büroumfeld und ist, wie der Name schon ahnen lässt, ein eher absurdes, abstruses Schauspiel. „Nachwelken“ von Daniel Wild setzt sich im Gegensatz dazu mit Themen wie dem Tod und dem Umgang damit auseinander. Das vierte Stück, „Regressus in indefinitum“, von Thomas Kurze wird dem Zuschauer auf eine ganz andere Art und Weise präsentiert. Als Hörspielinstallation wird es auf Bühne 2 immer im Anschluss an die drei anderen Dramen zu hören sein.

Weitere Programmpunkte ergänzen das Festival. Neben der Premierenparty am Donnerstag, 30. Oktober, findet Samstag, 1. November, von 14 bis 18 Uhr ein von Lars Paschold geleiteter Theaterworkshop zum Thema „Der Weg vom Stück zur Inszenierung“ statt. Plätze sind noch frei und können unter der E-Mail-Adresse Mail@theater-gegenstand.de angefragt werden. Ebenfalls am Samstag ab 15 Uhr lädt das Theater GegenStand zum Theatercafé ein. Sonntag, 2. November, findet ab 11 Uhr das Regiefrühstück statt, bei dem ebenfalls alle Interessierten eingeladen sind.

Besonders beliebt ist das Mitternachtsgespräch am Samstag ab 21.30 Uhr. Dabei treffen die Autoren auf die Regisseure, die Schauspieler und auch auf die Zuschauer. Gemeinsam wird über die Inszenierungen der Stücke reflektiert und diskutiert.

von Caroline Stockmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr