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Beseeltheit, die von Herzen kommt

Eckelshausener Musiktage Beseeltheit, die von Herzen kommt

Das Czech National Symphony Orchestra unter der Leitung von Heiko Mathias Förster verwöhnte die 350 Zuhörer mit Meisterwerken von Wolfgang Amadeus Mozart und Antonín Dvorák.

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Knapp 40 Musiker des Czech National Symphony Orchestra spielten in Buchenau.

Quelle: Michael Hoffsteter

Buchenau. Es ist unter den zahlreichen Prager Orchestern das vielleicht vielseitigste: Nicht nur klassische Sinfoniekonzerte, sondern auch Film- und Pop-Musik zählen zu seinem Repertoire. Und es begleitet Opernstars wie zum Beispiel demnächst bei einer Open-Air-Gala in München Anna Netrebko und Jonas Kaufmann.

In Buchenau musizierte das CNSO in Kammerorchesterbesetzung. Dabei füllten die knapp 40 Musiker das Atrium Roth mit einem dort so noch nie gehörten opulenten Klang, der an ein mindestens doppelt so großes Orchester denken ließ. Das lag auch daran, dass Dirigent Heiko Mathias Förster in den beiden dreisätzigen D-Dur-Sinfonien mitreißend schwungvoll vor allem die theatralischen Aspekte betonen ließ.

Eckelshausener Musiktage - Czech National Symphony Orchestra - Roth Werke Buchenau : Foto / Michael Hoffsteter

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In der frühen „Pariser“ Sinfonie hat Mozart diese ganz bewusst als Zugeständnis an das verwöhnte Publikum der französischen Hauptstadt eingesetzt. In der reifen „Prager“ Sinfonie sind sie eng verwoben mit den unmittelbar zuvor und danach entstandenen Opern-Meisterwerken „Figaros Hochzeit“ und „Don Giovanni“.

Aber auch den lyrischen Feinheiten beider Sinfonien und der gerade in der „Prager“ Sinfonie immer wieder aufscheinenden ernsten Größe widmeten sich Orchester und Dirigent mit eindringlicher, fein abgetönter Hingabe.

Nächstes Konzert: Dienstag um 20 Uhr

Beide Mozart-Sinfonien umgaben ein Werk des bedeutends­ten tschechischen Komponisten Antonín Dvorák, der sich auf seinen Reisen, die ihn bis in die „Neue Welt“ führten, auch von anderen musikalischen Kulturen inspirieren ließ. In seiner vor eingängigen Melodien geradezu überquellenden E-Dur-Streicherserenade bleibt er jedoch ganz auf heimischem Boden. Die Streicher des CNSO musizierten dieses Juwel romantischer Serenadenkunst mit einer Beseeltheit, glutvoller Sinnlichkeit und schwereloser Ausgelassenheit, die aus tiefstem Herzen kamen.

Heute gönnen sich die Festivalmacher einen Ruhetag. Morgen ab 20 Uhr musiziert der Cellist Julius Berger gemeinsam mit der Geigerin Elisabeth Kufferath und dem Pianisten Jan Philip Schulze im Biedenkopfer Rathaus unter dem Motto „Beziehungszauber“ Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Maurice Ravel.

von Michael Arndt

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