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Beschwingt in die Weihnachtszeit

Jazzchor Hessen Vokal Beschwingt in die Weihnachtszeit

Passend zum ersten Advent lag endlich Schnee in der Stadt. Das Programm des Jazzchores Hessen Vokal war dazu das i-Tüpfelchen, um in Weihnachtsstimmung zu kommen.

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Gut gelaunt präsentierten die Sängerinnen und Sänger des jazzchors Hessen Vokal ihr Weihnachtsprogramm „Swinging Christmas“.Foto: Mareike Bader

Quelle: Mareike Bader

Marburg. „Frosty the Snowman“, „Santa Claus is coming to Town“, „Let it snow“, „Winter Wonderland“ - Lieder wie diese gehören seit Jahrzehnten zu den amerikanischen Weihnachtshits. Evergreens eben oder wie es die 20 Sänger und Sängerinnen von Hessen Vokal nennen: Everwhites.

Knapp zwei Stunden entführten sie mehr als 120 Zuhörer in der Pauluskirche in die idyllische, wenn auch ein bisschen kitschige Welt der amerikanischen „White Christmas“. Neben den typischen, bekannten Liedern wurden auch etwas unbekanntere Lieder präsentiert wie „Catch by the Hearth“, das an das London zur Zeit Charles Dickens erinnern sollte. Chorleiter Uwe Henkhaus hatte ein gutes Händchen bewiesen. Er ließ die Melodie quer durch alle Stimmen laufen und auch immer wieder wechseln. So klangen die Lieder viel lockerer und abwechslungsreicher. Unterstützt wurde die beschwingte Musik durch lautmalerische Töne aus dem Chor, die dem Ganzen einen Rhythmus gaben.

Begleitet wurde der Chor vom „CB Jazz Trio“, das aus drei Lehrern der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar besteht. Sie unterbrachen zwei Mal mit reiner Instrumentalmusik das Programm und zeigten das Lehrer alles andere als langweilig sind. Ihre Stücke waren zwar nicht weihnachtlich, aber Werke wie der „All Blues“ von Miles Davis gingen trotzdem ins Blut. Beim Schlagzeug-Solo beim brasilianischen „Manhã de Carnival“ trommelte Alexander Hock auf alles was er um sich herum fand. Ein fast wirres und sehr umjubeltes Spiel.

Auch das Publikum durfte sich am Programm beteiligen. Bei „Ring with those Christmas Bells“ durfte mitgeklingelt werden. Da die meisten keine Glocken dabei hatten, tat es auch ein Schlüsselbund. Dirigiert wurde das Publikum vom Chor, der ein Schild aufzeigte. Eine Seite bedeutete klingeln, die andere nicht klingeln. Manchmal ging es sehr schnell hin und her. Alle hatten dabei Riesenspaß und selbst nach dem Konzert wurde noch darüber geredet.

Das war nicht die einzige Aktion vom Chor. Bei der ersten Moderation trug ein Sänger eine rote Weihnachtsmütze, bei „Rudolph, the red-nosed Reindeer“ trug einer eine rote Clownsnase und während „Last Christmas“ wurde ein rotes Plüschherz symbolisch von Sänger zu Sänger weitergereicht. Die Sänger und Sängerinnen hatten sichtlich Spaß an ihrem Programm und swingten mit. Das Publikum war da etwas verhaltener, aber auch hier sah man immer wieder Köpfe mitwippen. Die Einladung beim letzten Lied „White Christmas“ mitzusingen, nahmen jedoch viele gerne an. Als Zugabe sang der Chor „Feliz Navidad“, passend zum amerikanischen Abend. Dieses Lied ist in den USA etwa so unumgänglich wie hier „Last Christmas“. Und weil das Publikum danach noch immer nicht genug hatte wurde noch einmal „Winter Wonderland“ gesungen.

Wer immer noch nicht genug hat, kann Hessen Vokal bei der Ausstrahlung des Adventskonzertes aus Stadtallendorf im Hessenfernsehen sehen und hören: am 16. Dezember um 20.15 Uhr; am 23. Dezember um 14 Uhr und am 24. Dezember um 18 Uhr.

von Mareike Bader

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