Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° Regen

Navigation:
Tierisch gute Musik fürs Tierheim

Benefiz-Abend Tierisch gute Musik fürs Tierheim

Mit Rock unplugged, ­feiner Gitarrenmusik 
und Beatboxing sowie ­anschließender DJ-Party bot der Benefiz-Abend im Knubbel fürs Tierheim ­eine große musikalische Bandbreite.

Voriger Artikel
Mörderisches 
aus Oberhessen
Nächster Artikel
Klangkunst im Fürstensaal

Unter anderem sie sorgten für die Musik: Werner Eismann (oben, von links), Ronny Moucka und Gerhard Eismann.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Gute Musik für eine gute Sache: drei Auftritte ganz unterschiedlicher Musiker machten den Benefiz-Abend am Freitag im Knubbel für das Tierheim in Cappel zu einer hörenswerten Angelegenheit für viele Besucher.

Zu Beginn wurden Rockfans mit harter Kost vom Feinsten verwöhnt. Bassist Werner Eismann, Sänger Ronny Moucka und Gitarrist Gerhard Eismann von „Softeis“ spielten unplugged unter anderem Deep-Purple-Klassiker. Beeindruckend, wie Moucka das extremen Stimmeinsatz erfordernde „Child in time“ auf der kleinen Bühne Gänsehaut erzeugend präsentierte.

Auch die Ballade „Blind feeling“ und das legendäre „Smoke on the water“ fehlten nicht. Aber auch andere Rock-Evergreens wie „It‘s my life“ von Bon Jovi oder „Summer of 69“ von Bryan Adams erfreuten die Zuhörer. Den Einsatz für den guten Zweck hatte sich Moucka nicht nehmen lassen, obwohl er schon auf gepackten Urlaubskoffern saß und in der Nacht an die Nordsee fuhr.

Sanftere, aber ebenfalls sehr intensive Töne schlug James Partoir auf seiner Westerngitarre an. Der Fingerstyle-Künstler spielte melodische Eigenkompositionen, mal ruhig und melancholisch, dann rhythmusbetont und energisch mit perkussiven Elementen, sich dynamisch steigernd und mit kraftvoll geschlagenen Akkorden. Mit seinen abwechslungsreichen Stücken lud er gleichermaßen zum entspannten Lauschen wie zum konzentrierten Zuhören ein.

Feier bis in die Morgenstunden

Den Schlusspunkt unter die über drei Stunden dauernden Liveauftritte setzte der zweifache deutsche und Europameister im Beatboxen. Babeli alias Robin Gelindo Calderolla erzeugt Rhythmen, wie sie in Musikrichtungen wie Techno, Hip-Hop, Electro oder Drum-and-Base vorkommen, nur mit Mund, Nase und Rachen. Mal nahm er die Töne mit dem Mikrofon am Mund, mal am Hals ab und faszinierte mit dem gleichzeitigen Nachahmen mehrerer verschiedener Instrumente und Geräusche.

Neben Live-Musik bot die Veranstaltung einen Nachtflohmarkt im Knubbel, eine Tombola mit von heimischen Unternehmen gespendeten Sachpreisen oder Gutscheinen sowie ein Büfett. Zum Ausklang legte das Knubbel-Team bis in die Morgenstunden zur DJ-Party auf. Am Ende brachten der Erlös der Veranstaltung und Spenden (dazu gehörten die Trinkgelder des Knubbel-Teams) mehr als 1200 Euro für das Tierheim Marburg-Cappel.

Initiiert hatte das Ganze Lydia Holzenleiter, die ihren Hund vor zwei Jahren aus dem Tierheim geholt hat. Sie organisiert seit einiger Zeit den Indoor-Nachtflohmarkt im Knubbel, so kam ihr die Idee zu einer Benefizveranstaltung zugunsten der Tiere. Die ehrenamtlichen Tierheim-Helfer trugen mit ihrem Einsatz zum Gelingen bei.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr