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Beethoven und Brahms im Mittelpunkt

Programm des Konzertvereins Beethoven und Brahms im Mittelpunkt

Im Audimax klingen Sinfoniekonzerte besonders gut. Der Konzertverein hat deshalb für die kommende Saison gleich fünf Orchester engagiert.

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Daniel Raiskin wird das Eröffnungskonzert der Spielzeit dirigieren.

Quelle: Marco Borggreve

Marburg. Ganz neu ist das Audimax für den Konzertverein nicht. Bereits während der Asbestsanierung der Stadthalle 1991/1992 war er dort zu Gast gewesen. Dennoch ist die Situation diesmal eine ganz andere: Wegen des grundlegenden Umbaus des Erwin-Piscator-Hauses muss Marburgs größter Konzertveranstalter mindestens zwei komplette Spielzeiten ins Hörsaalgebäude ausweichen.

Aber die 350 Abonnenten ziehen in jeder Hinsicht mit. Kündigungen wegen des Umzugs habe es bislang nicht gegeben, sagt der Vorsitzende des Konzertvereins, Dr. Friedemann Nassauer, auf Nachfrage der OP. Und hebt hervor, dass der Ausweichkonzertsaal anders als das bisherige Stammquartier barrierefrei erreichbar ist - es gibt einen Aufzug, der die Konzertbesucher vom Erdgeschoss, wo sich Garderobe und Kasse befinden werden, in den zweiten Stock bringt. Die Akustik im Audimax ist ohnehin mindestens genauso gut wie in der „alten“ Stadthalle, für Sinfoniekonzerte sogar noch besser, wie Besucher der Studenten-Sinfonie-Orchester-Konzerte wissen. Deshalb tut der Konzertverein gut daran, in seiner ersten Audimax-Saison gleich fünf Orchesterkonzerte aufs Programm zu setzen, in denen zudem zwei der „drei großen Bs“, Beethoven und Brahms, im Mittelpunkt stehen werden. Auf Werke von Bach und aus dem Barock wird diesmal verzichtet.

Den Anfang macht am 20. Oktober die in Marburg bereits zweimal gefeierte Rheinische Philharmonie unter der Leitung ihres Chefdirigenten Daniel Raiskin mit der „Tragischen Ouvertüre“ und der 3. Sinfonie von Brahms. Als Marburger Erstaufführung erklingt zudem das selten zu hörende Schumann-Violinkonzert, gespielt von Kolja Blacher, einem der herausragenden, von Stardirigenten wie Claudio Abbado hochgeschätzten deutschen Geiger. Die 2. Sinfonie von Brahms beschließt am 16. März das Konzertverein-Debüt der Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Giordano Bellincampi, die als Solisten den in Uruguay geborenen Pianisten Homero Francesch mitbringen. Er spielt de Fallas „Nächte in spanischen Gärten“ und Prokofjews 1. Klavierkonzert - beide Marburg-Premieren.

Ganz auf Beethoven abonniert sind die Vogtland Philharmonie am 4. Mai und das Marburger Kammerorchester am 11. Mai. Unter der Leitung von Stefan Fraas spielen die sächsisch-thüringischen Musiker die sogenannte Schicksalssinfonie und begleiten die Geigerin Anna Sophie Dauenhauer im D-Dur-Violinkonzert. Der 1983 in Marburg geborene Pianist Andreas Hering spielt zum Saisonausklang das 4. Klavierkonzert, Dirigent Arndt Heyer ergänzt das Programm des Marburger Orchesters mit der „Coriolan“-Ouvertüre und der 2. Sinfonie.

Einzig im Gastspiel des Kurpfälzischen Kammerorchesters Mannheim am 27. April kommen Beethoven und Brahms nicht vor.

Auch die Kammermusikabende versprechen hochkarätige Konzerterlebnisse. Mitglieder der NDR-Radiophilharmonie Hannover werden am 9. November als „Arte Ensemble“ unter anderem Schuberts wundervolles C-Dur-Streichquintett spielen. Am 8. Dezember gibt es ein Wiederhören mit dem jungen Geiger Sergey Dogadin und dem Pianisten Nikolai Tokarew. Sie spielen ein Virtuosen-Programm.

Der von Daniel Barenboim an die Berliner Lindenoper engagierte Bassbariton Hanno Müller-Brachmann widmet sich mit seinem Klavierbegleiter Hartmut Höll am 25. Januar Liedern von Brahms und Schumanns „Dichterliebe“.

Das international gefeierte Pracák-Quartett Prag musiziert am 8. Februar Meisterwerke seiner Landsleute Janacek und Dvorák.

Und am 5. April holt die junge Weltklasse-Geigerin Tianwa Yang ihr Marburg-Debüt nach, das sie am Eröffnungsabend der vergangenen Saison wegen einer Erkrankung absagen musste. Sie spielt, begleitet vom Pianisten Nicholas Rimmer, Werke von Beethoven, Richard Strauss und dem zeitgenössischen Komponisten Wolfgang Rihm.

von Michael Arndt

Konzert-Übersicht

20. Oktober: Rheinische Philharmonie Koblenz; Daniel Raiskin, Leitung; Kolja Blacher, Violine; Werke von Brahms und Schumannn

9. November: Arte Ensemble mit Mitgliedern der NDR-Radio Philharmonie Hannover; Werke von Schubert und Dvorákn

8. Dezember: Sergey Dogadin, Violine; Nikolai Tokarew, Klavier; Werke von Ravel, Strawinsky, Paganini und anderenn

25. Januar: Hanno Müller-Brachmann, Bassbariton; Hartmut Höll, Klavier; Werke von Brahms und Schumannn 8. Februar: Pracák-Quartett Prag; Werke von Mozart, Janacek und Dvorákn

16. März: Duisburger Philharmoniker; Giordano Bellincampi, Leitung; Homero Francesch, Klavier; Werke von Glinka, de Falla, Prokofjew und Brahmsn

5. April: Tianwa Yang, Violine; Nicholas Rimmer, Klavier; Werke von Beethoven, Rihm und Richard Straussn

27. April: Kurpfälzisches Kammerorchester Mannheim; Johannes Schlaefli, Leitung; Werke von Rota, Mozart, Salieri und Haydnn

4. Mai: Vogtland Philharmonie; Stefan Fraas, Leitung; Anna Sophie Dauenhauer, Violine; Werke von Beethovenn

11. Mai: Marburger Kammerorchester; Arndt Heyer, Leitung; Andreas Hering, Klavier; Werke von Beethoven

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