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Bilder „zwischen Abschied und Erwartung“

Ausstellung: Werke von Ulrich Harder Bilder „zwischen Abschied und Erwartung“

Wolke und Wiese, eine Landschaft bei Staufenberg, die Sonne im Fluss und eine Steilküste: Ulrich Harder sucht sich seine Motive sowohl in seiner mittelhessischen Heimat wie auch am Meer.

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150 Besucher kamen zur Vernissage von Ulrich Harder, dessen Ausstellung bis zum 10. April zu sehen ist.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Knapp 30 Bilder – zumeist Landschaften und einige wenige Stillleben – sind seit Mittwoch in der Lutherischen Pfarrkirche zu sehen. Die Ausstellung trägt den Titel „Zwischen Abschied und Erwartung“ und für dieses hochemotionale „Dazwischen“ habe der Künstler eine entsprechende Bildsprache gefunden, sagte seine Ehefrau Sabine Harder in der Einführung zur Ausstellung. Sein enormes Können habe er sich über Jahre beständig erarbeitet.

Ulrike Paulus-Jung vom Kirchenvorstand erklärte, die Bilder versetzten den Betrachter in Kontemplation: „Sie rühren uns menschlich an, obwohl sie ohne Menschen auskommen.“ Harders Bilder werden oft als „altmeisterleich“ oder „fotorealistisch“ rezipiert. Das träfe aber nicht zu, da seine Landschaften ein Konstrukt der Realität zeigen, erläuterte Sabine Harder. Dennoch sehe sich der Maler einem „Abbildungsauftrag“ verpflichtet.

Ausstellung bis 10. April geöffnet

Pfarrer Ulrich Biskamp betonte den „Wohnzimmercharakter“ der Ausstellung. Der nicht durch die Rahmung zustande komme, sondern durch die Motive und den Spannungsbogen zwischen Abschied und Erwartung, wie die Ausstellung ja auch betitelt ist, und zwischen Sehnsucht und Nähe. „Ich finde es beeindruckend, dass er in der Tradition der Ölmalerei arbeitet, aber seine ganz eigene Handschrift gefunden hat“, urteilte eine Besucherin der Vernissage.

Knapp 150 Gäste waren zur Vernissage in die Pfarrkirche gekommen. Uwe Maibaum lieferte eine musikalische Illustration und Reflexion zu den Gemälden an der Orgel. Der Landeskirchenmusikdirektor wird auch die Passionsandachten mitgestalten, die jeden Mittwoch um 19 Uhr stattfinden werden. Dann steht bis zum 10. April jeweils eins der Werke von Ulrich Harder im Mittelpunkt der jeweiligen Andacht. Am 24. März wird es außerdem eine Lesung mit Dr. Suitbert Hoffmann geben – unter anderem mit Gedichten, die zu Bildern von Harder entstanden sind.

  • Die Ausstellung ist noch bis zum 10. April während der Öffnungszeiten des Gotteshauses täglich von 8 bis 18 Uhr zu sehen. Da die Lichtverhältnisse je nach Tageszeit und Witterung schwierig sein können, liegt eine große Taschenlampe bereit, falls jemand sein Lieblingsbild ganz genau in Augenschein nehmen möchte.

von Nadja Schwarzwäller

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