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Auftakt mit 200 Watt Gitarrenleistung

"Emergenza" Auftakt mit 200 Watt Gitarrenleistung

100 Städte, 4500 Bands, 350000 Zuschauer weltweit – am Freitag- und Samstagabend startete das weltgrößte Live-Band-Festival „Emergenza“ im Marburger Kulturladen KFZ in die erste Runde.

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Alternative Rock, Hamburger Schule und Schrei-Metal: Die
Vielfalt bei „Emergenza“ war groß.

Quelle: Jan Bosch

Marburg. Der globale Bandcontest ist offen für Musiker aller Stilrichtungen. Mit Handzeichen entscheidet das Publikum, welche vier Bands die begehrten Tickets für die nächste Runde in Frankfurt bekommen.

Mit brachialem Schrei-Metal starteten „Break my Smile“ das diesjährige „Emergenza“. Mit zwei mal hundert Watt Gitarrenleistung und treibender Double-Base machten die Kirchhainer zumindest in Sachen Lautstärke eine gehörige Ansage für den Rest des Abends.

Die Musiker haben dreißig Minuten, um das Publikum zu überzeugen. „ModayVu“ aus Marburg heizten dem gut gelaunten Publikum mit heißen Funkgitarren ein. Moderatorin Sabrina wachte streng über das kurze Zeitfenster, und es ist ihr selbst nicht immer leicht gefallen, die Spielfreude der Künstler zu unterbrechen. „Mann, das war fast heißer als Sex“, kommentierte sie den Auftritt von „ModayVu“.

„Fulltime Job“ aus Grünberg bezeichnen sich selbst als jung, durchgeknallt und lebensfroh. Und so hörte sich ihr melodiöser Alternative Rock auch an. Leider reichte es nicht für ein Ticket.

Die Alternative-Rocker von „Suburb“ aus Herborn schafften es. Im März müssen sie in der „Batschkapp“ in Frankfurt gegen die Gewinner der Region antreten. Bis dahin werden sie sich wohl im Proberaum verkriechen.

Sie lieben Celine Dion und „Cannibal Corpse“ – und fahren ebenfalls nach Frankfurt. Die in Marburg wohl bekannten Musiker von „Cross“ mit ihrem umtriebigen Sänger Jake Bedlem überzeugten mit Bühnenshow und solidem Hardrock die Menge. Auch sie erspielten sich ein Ticket nach Frankfurt.

Auch die deutsch gegrölten Texte von „Ehrensache“ aus Schwalmstadt konnten überzeugen. Ihre Mischung aus Alternative und Hamburger Schule brachte ihnen ausreichend Votes der begeisterten Zuschauer.

„The Death Of Ear Candy“ (Bürgeln) sagen über sich selbst, sie seien „die neue Ohrwurmgarantie des Indie Alternative Rocks“. Zwar hat es nicht für die nächste Runde gereicht, ihr Sound klang aber trotzdem noch lange nach.

Leichtigkeit umschreibt nicht nur ihren Musikstil, sondern auch die Art, mit der sie das Publikum auf ihre Seite zogen. Der elektronische Indie-Pop mit deutschen Texten der drei Melsunger von „Fullax“ verbreitete zum Abschluss noch mal beste Laune und erntete viele hochgestreckte Hände.

Bis spät in die Nacht feierten die Musikbegeisterten aus Marburg die Newcomer-Bands mit großem Applaus. Alle Bands boten eine tolle Performance. Die Semi-Finalrunden werden ab März in der „Batschkapp“ in Frankfurt laufen.

Termine und Informationen zu Emergenza gibt es unter www.emergenza.net.

von Jan Bosch

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