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Auf der Suche nach dem Glück

Neue Filme in Marburg Auf der Suche nach dem Glück

Glückssuche in Bhutan, Geheimdienstthriller mit Jean Dujardin und ein deutscher Debütfilm - bei den Kinostarts diese Woche dürfte für jeden was dabei sein.

Marburg. Für seinen Dokumentarfilm begab sich der österreichische Regisseur Harald Friedl nach Bhutan auf die Suche nach dem Glück: Er reiste mit zwei Beamten des Ministeriums für Glück quer durch das Land, die die „National Happiness“, die durchschnittliche Zufriedenheit der Leute, ermitteln.

Das lange abgeschottete Land Bhutan will seine Infrastruktur entwickeln und sich dem Westen öffnen, ohne dem Materialismus zu erliegen. In diesem weltweit einzigartigen Projekt sind die Beamten acht Monate lang unterwegs, um anhand eines Fragebogens das Glück im Land zu ermitteln. Der wie ein Road Movie angelegte Film beeindruckt vor allem durch seine Aufnahmen aus einem Land, das bisher für Filmaufnahmen weitgehend geschlossen war.(epd)

Der Film läuft im Capitol.

Die Möbius Affäre: Zum ersten Mal nach seinem Oscar-prämierten Erfolg als „The Artist“ ist Jean Dujardin wieder in den deutschen Kinos zu sehen. In „Die Möbius Affäre“ spielt der Franzose einen russischen Spion. Als Grégory Lioubov alias Moïse soll er dem russischen Oligarchen Ivan Rostovski (Tim Roth) das Handwerk legen. Lioubovs weiblicher Counterpart dabei ist Doppelagentin und Finanzexpertin Alice (Cécile de France).

Natürlich kommt es, wie es kommen muss: Die beiden Hauptfiguren verfallen einander - nichts ahnend von der wahren Identität des jeweils anderen. Ein bisschen Geheimdienstthriller, ein bisschen Finanzkrise, ein bisschen Leidenschaft - mit dem Mix bleibt der Film von Regisseur und Drehbuchautor Éric Rochant ziemlich oberflächlich und erinnert an eine Zeit vor dem Jahrtausendwechsel. Als sich die Gemengelage auflöst, bricht die Welt von Grégory und Alice zusammen. Doch - natürlich - kreuzen sich ihre Wege noch einmal.

Der Film läuft im Filmkunsttheater Palette.

Halbschatten: In „Halbschatten“ passiert nicht viel, aber das Langfilmdebüt von Nicolas Wackerbarth ist trotzdem spannend. Anne Ratte-Polle („Die Nacht singt ihre Lieder“) spielt Merle, eine Frau Ende 30, die die zunächst spröden Kinder ihres Liebhabers ins Herz schließt. In einer Villa in den Hügeln von Südfrankreich wartet sie auf ihren Freund. Die Tage verstreichen ereignislos. Als Liebhaber Romuald anruft, scherzt Merle, seine Tochter Emma (Emma Bading) sei komplett betrunken. Die Kinder kichern - Romuald begreift es am Telefon nicht. In wohldosierten Dialogen und in originellen Szenen erzählt der Film die Geschichte einer Entfremdung (vom Mann) und einer Annäherung (an die Kinder). Wackerbarth spielt mit Erwartungen, die der Kinobesucher hat, wenn er eine solche französische Kulisse sieht. Es wird sich kein Drama wie in „Bonjour Tristesse“ abspielen. Aber dafür gibt es eine Szene, die beweist, wie frostig französische Boutique-Mitarbeiterinnen sein können.(dpa)

Der Film läuft im Filmkunsttheater Atelier.

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