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Auf dem Kunstpfad zur „Hessiale“

BKK-Landesausstellung in Marburg Auf dem Kunstpfad zur „Hessiale“

Bunt und vielfältig ist die „Hessiale“ – auch wenn sie den Titel „Monochrom“ trägt. Am Freitagabend war Vernissage 
im Kunstverein. Die Ausstellung ist auf vier Orte verteilt.

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Die meisten der 34 ausstellenden Künstlerinnen und Künstler aus ganz Hessen stellten sich auf der Treppe des Kunstvereins für ein Gruppenfoto auf.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Dicht gedrängt saßen rund 200 Kunstfreunde am Freitag bei der Eröffnung der Ausstellung im Marburger Kunstverein. Dr. Gerhard Pätzold, Vorsitzender des Kunstvereins, wies bei der Begrüßung darauf hin, dass die „Hessiale“, die Künstler aus ganz Hessen präsentiert, erstmals in Marburg ausgerichtet wird. Hauptveranstalter ist der Bundesverband der Bildenden Künstler (BBK).

Auch Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies begrüßte die zahlreichen Gäste herzlich und erklärte: „Außerordentlich spannend finde ich die Konzeption der Ausstellung. Es wird ein Kunstpfad zu den schönsten Ecken der Stadt gelegt.“ Dass die „Hessiale“ in diesem Jahr in Marburg stattfinde, freue ihn als Oberbürgermeister ganz besonders, betonte er.

Bunt und vielfältig ist die „Hessiale“ – auch wenn sie den Titel „Monochrom“ trägt. Am Freitagabend war Vernissage im Kunstverein. Die Ausstellung ist auf vier Orte verteilt.

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Dr. Susanne Ließegang, Kunsthistorikerin aus Gießen, führte in die Ausstellung ein. Mit Blick auf den Titel „Monochrom – im weitesten Sinne“ sagte sie: „Die Künstlerinnen und Künstler haben uns Arbeiten dazu geschickt, was sie unter monochrom verstehen.“ Sie empfahl, sich auf die Bilder einzulassen und zu überlegen, was daran monochrom – also einfarbig – sei. Das Ganze sei ein Spiel, bei dem man sich fragen müsse: „Was schließt das Werk zusammen, was öffnet es?“ Entscheidend sei die Spannung zwischen Einheit und Vielfalt. Weiter erläuterte die Kunsthistorikerin, die auch Mitglied der Auswahljury war: „Kunst ist dann fruchtbar, wenn sie uns miteinander ins Gespräch bringt.“

Tatsächlich bieten die Kunstwerke, die im Kunstverein, in der Brüder-Grimm-Stube am Marktplatz, in der Lutherischen Pfarrkirche und im Kleinen Rittersaal im Schloss zu sehen sind, Anlass zu Diskussionen und intensiven Gesprächen. Vor allem die Vielfalt der ausgestellten Arbeiten fällt ins Auge und fordert den Betrachter heraus. Vom Acrylbild über die Tuschezeichnung, von der Fotografie über die Skulptur bis hin zur Installation ist alles vertreten. Da gibt es Inkprints und Fotogramme, Ölgemälde und Collagen, Papierobjekte, Plastiken und Videoloops. Die Vielfalt der verwendeten Materialien ist ebenso beeindruckend: Nicht nur Gips und Beton wurden bearbeitet, sondern auch Sandstein, Bronze, Holz, Plastik und Blei.

„Hessiale ist sehr vielseitig und kreativ“

Alle 34 Künstlerinnen und Künstler haben eine ganz eigene Antwort auf das vorgegebene Thema gefunden. Vier von ihnen kommen aus Marburg und der näheren Umgebung: Es sind Renate Brühl, Ingrid Hermentin und Regina Schnersch sowie Jan Luke aus Lohra.

Bei den ersten Besucherinnen und Besuchern, von denen viele weit angereist waren, kam die „Hessiale“ sehr gut an. „Ich finde die Arbeiten sehr anregend. Ich bin begeistert“, sagte Irene Peil aus Eschenburg. „Die Hessiale ist sehr vielseitig und kreativ. Interessant sind die vielen verschiedenen Techniken“, erklärte Carola Sens aus Sinn im Dillkreis.

Der Kunstspaziergang nach der Eröffnung der Schau am Freitagabend endete mit einem Konzert im lichtdurchfluteten Kleinen Rittersaal im Schloss. Die Gruppe „Pink Moon“ aus Homberg/Ohm spielte sanften und stimmungsvollen Rock und Pop, und die Ausstellungsbesucher konnten sich bei kühlen Getränken entspannen.

  • Die „Hessiale“ ist noch bis zum 20. Juli 2017 zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: Kunstverein: Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 11 bis 20 Uhr, Brüder-Grimm-Stube: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 13 und 14 bis 17 Uhr (nur bis 30. Juni), Lutherische Pfarrkirche: täglich 8 bis 18 Uhr, Kleiner Rittersaal im Schloss: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr.

von Bettina Preussner

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