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Auf Atelier folgt Galerie in Amönau

Gisela Weiß Auf Atelier folgt Galerie in Amönau

Gut 100 Besucher kamen zur Eröffnung der „Galerie im Jägerhof“ in Amönau.

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Gisela Weiß steht vor dem Ölgemälde „Plankton“ – es ist eines ihrer Lieblingsbilder.Foto: Bader

Quelle: Mareike Bader

Amönau. Seit fünf Jahren besitzt Gisela Weiß in Amönau ein Atelier - sie arbeitete seither im alten Festsaal des ehemaligen Gasthauses Althaus in der Talstraße.

Das Ergebnis dieser kreativen Arbeit kann man nun in der neueröffneten „Galerie im Jägerhof“ bestaunen. „Jägerhof“ nennt Gisela Weiß den Hof ihres Zweitwohnsitzes in Amönau nach den ersten Besitzern Familie Jäger.

Die 1705 erbaute Scheune bietet nach der Renovierung auf drei Stockwerken Platz für Ausstellungen. In Zukunft sollen hier auch Werke anderer Künstler ausgestellt werden: „Ich will Künstler aussuchen, von denen ich denke, dass sie hierher passen“, erzählt Gisela Weiß.

Für die Eröffnungsausstellung zeigt die Künstlerin jedoch erst einmal ihre eigenen Werke: Das älteste ist aus dem Jahr 1969, das jüngste erst zwei Tage vor der Eröffnung fertig geworden.

In den acht Zimmern, den Fluren und auch im Treppenhaus hängen 67 ausgewählte Bilder. Immer wieder laden Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Gerne lässt man die künstlerische Vielseitigkeit und verschiedenen Materialien auf sich wirken. Neben wunderschönen, leichten Aquarellen hängen ihre Blattgoldarbeiten. Düstere Radierungen wechseln mit kräftige Ölmalereien, Holzschnitte mit außergewöhnliche Materialarbeiten, in denen Gisela Weiß Kaninchenfelle oder Schlangenleder verarbeitet. Auf dem Weg zum dritten Stockwerk wird man von einer Fledermaus auf einem dunklen Gemälde unter der weißen Schräge begrüßt.

Die Blattgoldarbeiten im mittleren Raum der zweiten Etage wie das große „Thoughts“ waren schon im Sangrok-Museum im südkoreanischen Gwangju zu sehen. Jeder der acht Räume hat sein eigenes Gesicht durch die Aufteilung der vielen Stilrichtungen, in der sich die Künstlerin wohl fühlt.

Auch in Amönau fühlt sich Gisela Weiß inzwischen sehr wohl. Das Dorf empfindet sie als friedliche Insel, als ein Paradies. Sie lebt nach wie vor auch in Marburg: „Wir rasen noch hin und her zwischen Marburg und Amönau“, erklärt die Künstlerin.

Zum bevorstehenden und sehr populären Rapunzelmarkt in Amönau am 25. August hat sie sich auch schon etwas überlegt: Passend zum Jubiläumsjahr der Brüder Grimm soll es dann eine Märchenausstellung geben.

Die „Galerie im Jägerhof“ ,Talstraße 22 in Amönau ist mittwochs und donnerstags von 15-19 Uhr geöffnet, sowie nach Vereinbarung.

von Mareike Bader

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