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Atemberaubendes Ein-Mann-Drama

Neu im Kino: No turning back Atemberaubendes Ein-Mann-Drama

Ein Film mit nur einem einzigen Schauspieler: In „No Turning Back“ fällt Tom Hardys Leben während einer Autofahrt auseinander - das Werk entfaltet mit einfachsten Mitteln eine ungemeine Intensität, Dramatik und Spannung.

Marburg. Der Konflikt, um den sich im Spielfilm „No Turning Back“ des britischen Regisseurs Steven Knight alles dreht, mutet zunächst banal an: Bauingenieur Ivan Locke (Tom Hardy) ist im Suff fremd gegangen. Da er der Schwangeren versprochen hat, bei der Geburt des Kindes dabei zu sein, rast der bisher treu sorgende Familienvater Richtung London.

Weder seine Frau, noch seine zwei Söhne, noch Kollegen und Freunde wissen bisher Bescheid. Während der Fahrt versucht Ivan, sein Leben per Telefon im Griff zu behalten. Im Zentrum des Films steht die Frage, ob ein Mensch wohl wirklich jemals über sich hinauswachsen kann.

Die Intensität des Films resultiert zum einen daraus, dass Regisseur Steven Knight sein eigenes Drehbuch mit einer geradezu antik anmutenden Wucht in den zugespitzten Dialogen aufgeladen hat. Für die Hauptfigur geht es wirklich um Leben und Tod. Zum anderen sorgt die fiebrige Präsenz des alleinigen Darstellers Tom Hardy für eine enorme Intensität.

Der als Batman-Gegner in „The Dark Knight Rises“ berühmt gewordene Tom Hardy hat ein Charisma und Können, das es ihm tatsächlich ermöglichte, sein Publikum mit dem Aufsagen eines Telefonbuchs in Bann zu schlagen. Es ist schlichtweg umwerfend, wie der britische Schauspieler als einsamer Mann hinter dem Steuer mit Hilfe eines Mobiltelefons ein schier gewaltiges Seelendrama entfesselt. Er ist dabei tatsächlich völlig allein. Die anderen Figuren hört man nur als Stimme.

Meinungen aus der Sneak-Preview:

Die Meinung unter den Zuschauern nach der OP-Sneak-Preview im Cineplex war zwiegespalten. „Die schlechteste Sneak, in der ich je war“, kritisierte Laura Kaufmann und sprach damit für diejenigen, die den Film langweilig und uninteressant fanden. Andere wiederum waren von dem Film begeistert, darunter einige Stamm-Sneak-Gucker wie Simon Taubner. „Beeindruckend minimalistisch umgesetzt“, so sein Fazit“.

Je zwei Freikarten gehen an: Joanna Buryn-Weitzel, Arne Petersen, Mona Reddig, Simon Taubner (alle Marburg) und Arno Pfeifer (Bad Endbach). Die Karten werden zugeschickt.

Der Film startet im Filmkunsttheater Palette.

von Peter Claus

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