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Artur Molin tritt bei TV-Musikshow an

„The Voice of Germany“ Artur Molin tritt bei TV-Musikshow an

Diesen Samstag feiert Artur Molin am Hessischen Landestheater Premiere mit seinem David-Bowie-Programm. In zwei Wochen ist er in „The Voice of Germany“ zu sehen.

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Ab Samstag steht Artur Molin am Hessischen Landestheater in „David Bowie – The Return of Ziggy Stardust“ auf der Bühne. In zwei Wochen ist er in „The Voice of Germany“ zu sehen.

Quelle: Schuetze

Marburg. „Ich singe einfach gerne“, sagt Artur Molin. Die Marburger Theaterfans wissen seit den Publikumshits „Blues Brothers“, „Cinderella – A Rock-‘n‘-Roll-Fairytale“ und seit seinem Musiktheater-Solo 
„Play the Game – A Tribute to Freddie Mercury“: Artur Molin singt nicht nur gerne, er singt auch richtig gut.

„Ich suche solche Herausforderungen. Das waren groß­artige Musiker, die tolle Songs geschrieben und gesungen 
haben“, erklärt Molin. Jetzt steht er vor einer weiteren Herausforderung. In etwa zwei Wochen ist der 39-Jährige dann auch im Fernsehen zu sehen: Am 20. Oktober startet auf dem Sender Pro Sieben und später auf Sat.1 die 6. Staffel von „The Voice of Germany“, das ist die derzeit wohl populärste deutschen Musik-Casting-Show. Artur Molin hat die ersten Hürden geschafft und ist in den bereits aufgezeichneten Blind Audi­tions dabei.

Vier Wochen vom Casting bis zum erlösenden Anruf

„Ich wollte noch mal etwas Verrücktes machen“, sagte Molin am Freitag der OP kurz vor den Endproben für seine Premiere „David Bowie – The Return of Ziggy Stardust“, die Samstagabend in der ausverkauften Black Box Premiere hat. „Ich dachte, ich versuch‘ es einfach mal.“ So hat sich Molin Anfang des Jahres online für die Show beworben und wurde Ende Februar zu ersten Vor-Castings eingeladen. Dort hat er verschiedene Jurys und sogenannte Vocal-Coaches überzeugt – schließlich auch die Produzenten von Sat.1 und Universal.

Ende April ging es zum finalen Auswahlverfahren nach Berlin. Einige tausend Bewerber seien 
dort angetreten. „Man singt, geht und wartet“, erklärt Molin das Verfahren. Vier Wochen später kam der Anruf: Er hatte es in die sogenannten „Blind Auditions“ geschafft, die diese Show ausmachen. Die vier Juroren sitzen mit dem Rücken zu den Sängerinnen und Sängern und achten ausschließlich auf die Stimme. Diesmal nehmen Andreas Burani, Michi Beck und Smudo von den Fanta 4, der Rückkehrer Samu Haber, Deutschlands Lieblingsfinne, und – neu im Team – Yvonne Catterfeld auf den roten Jury-Stühlen Platz.

Von Tausenden Bewerbern haben es 150 in diese Blind Auditions geschafft. In welcher Folge Artur Molin im Fernsehen zu sehen ist, steht noch nicht fest. Ob sich einer (oder mehrere) Juroren auf ihren Sitzen umgedreht haben, um Molin in ihr Team zu holen, das darf der Schauspieler nicht verraten. Auch nicht, mit welchen Songs er angetreten ist.

Intendant sucht nun nach Plan B

Artur Molin wurde in Oberschlesien in Polen geboren. Im Alter von neun Jahren zog er mit seiner Familie nach Deutschland. Seit drei Jahren gehört er dem Ensemble des Hessischen Landestheaters an. Vorher war er unter anderem am Kammertheater Karlsruhe in der „Rocky Horror Show“, in Bozen in der „West Side Story“, in den großen Stuttgarter Musiktheatern Apollo und Palladium oder im Volkstheater Frankfurt zu sehen.

Musik mache er seit seiner Jugend. „Ich habe schon in einigen Bands gespielt. Als Jugendlicher war ich in einer Schülerband, in Stuttgart hatte ich eine Band, zuletzt auch eine in Gießen – die Coverband ,Lingers‘, da trete ich heute noch ab und zu als Gast auf.“ Am Landestheater fühlt er sich wohl, auch weil Intendant Matthias Faltz musikalische Talente schätzt und fördert. „Ich kriege dort auch den Raum für Projekte wie die Solos über Freddie Mercury und David Bowie.“

Intendant Matthias Faltz gibt das Kompliment zurück: „Ich freue mich für Artur, weil er ein toller Typ ist, ein großer Künstler und Sänger.“ Und doch schlagen als Chef eines Theaters „zwei Herzen in seiner Brust“: „Ich muss die Konsequenzen mitdenken, einen Plan B haben. Was ist denn, wenn er Anfragen kriegt, die er nicht mehr ablehnen kann?“ Schließlich muss auch am Landestheater die Show weitergehen. Aber natürlich wird Molins TV-Premiere am Theater gefeiert: „Wir machen einen kleinen Event daraus“, sagt Faltz.

  • Die Premiere von „David Bowie – The Return of Ziggy Stardust“ diesen Samstag ist ausverkauft. Karten gibt es noch für die Vorstellungen am Sonntag und am Mittwoch, 12. Oktober, jeweils ab 19.30 Uhr im Theater am Schwanhof.

von Uwe Badouin

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