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So vielfältig klingt die Welt

Vokalensemble „Aquabella“ So vielfältig klingt die Welt

Auf eine Klang gewordene Weltreise hat das Frauen-Vokalensemble „Aquabella“­ sein Publikum im Schloss ­Biedenkopf mitgenommen. Die vier Sängerinnen verzauberten mit Charme, Witz und beeindruckender Stimmvielfalt.

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Auch das japanische Kirschblütenfest wurde von dem Vokalensemble besungen und szenisch dargestellt.

Quelle: Sascha Valentin

Biedenkopf. A-cappella-Formationen wie „Aquabella“ aus Berlin sind eher selten: Denn die Frauen singen in 20 verschiedenen Sprachen, von Spanisch und Französisch über Finnisch und Bulgarisch bis hin zu Hebräisch und Japanisch. Faszinierend dabei ist, dass sie die Sprachen nicht alle selbst sprechen, es ihnen aber gelingt, deren typischen Klang, Rhythmus und Melodik authentisch wiederzugeben. „Das funktioniert nur durch üben, üben, üben“, sagte Mezzosopranistin Bettina Stäbert. Um die landestypische Stimmfärbung einer Sprache hinzubekommen, trainieren sie sehr viel mit Muttersprachlern, von denen es zum Glück in Berlin jede Menge aus den verschiedensten Kulturen gebe.

„Aquabella“ ist mehr als nur A-cappella-Gesang. Es ist eine­ Form der Völkerverständigung,­ die in Zeiten nationaler ­Abschottungsbestrebungen bewusst einen Kontrapunkt setzt, um zu zeigen, wie wunderbar vielfältig die Welt klingt.

Klatschend und schnipsend gaben die Sängerinnen den Takt zu einem bulgarischen Liebeslied vor, bevor sie das Feuer des Sambas zum brasilianischen „Mas Que Nada“ entfachten, nur um gleich danach Ofra Hazas bekanntestes Lied „Im Nin’Alu“ anzustimmen – auf Hebräisch mit arabischem Dialekt, wie sie selbst sagten.
Die vier Sängerinnen spannten den musikalischen Bogen einmal rund um den Globus und beeindruckten durch angenehm unaufdringlichen, aber dennoch kraftvollen Gesang. Und als sei das noch nicht Leistung genug, schufen die Frauen mit ihrem lockeren Humor eine herrlich heitere Atmosphäre.

  • „Aquabella“ gibt am 22. Oktober einen Workshop in der Marburger Waggonhalle. Anmeldungen über www.waggonhalle.de

von Sascha Valentin

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