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Applaus erreicht Orkanstärke

Studenten-Sinfonieorchester Marburg Applaus erreicht Orkanstärke

Eine Flötistin aus dem Studenten-Sinfonieorchester Marburg (SSO) erhielt am Dienstag in der ausverkauften Lutherischen Pfarrkirche Gelegenheit, mit einem Solokonzert zu glänzen.

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Das Studenten-Sinfonie-Orchester gab am Dienstag das erste von zwei Semesterabschlusskonzerten in der Lutherischen Pfarrkirche.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Das SSO ist endgültig erwachsen geworden: Was traditionsbewusste Zuhörer bei seinen Auftritten bisweilen gestört hatte, das Beifallspenden zwischen den Sätzen eines Musikstücks – es ist seit dem 40. Semesterabschlusskonzert Vergangenheit. Die Musiker baten darum, auf Zwischenapplaus zu verzichten, um ihre Konzentration nicht zu stören. Und alle Besucher hielten sich daran.

Der berechtigten Begeisterung über das Spiel des 70-köpfigen Orchesters tat dies keinen Abbruch – im Gegenteil: Der Applaus nach dem zentralen Solokonzert und nach Sergej Rachmaninows erster Sinfonie erreichte Orkanstärke, was in schönster SSO-Tradition mit Filmmusik belohnt wurde: derjenigen zu „Jurassic Park“, in Töne gesetzt von John Williams, der wie alle Hollywood-Komponisten Rachmaninows Einfluss nicht verleugnet.

Schon zu Beginn entfachte Ulrich Manfred Metzger in der Ouvertüre zu Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ einen Orchestersturm, wie er furioser nicht hätte sein können. Das SSO zeigte, dass es derzeit ganz nah an Profi-Niveau musiziert: mit machtvollem Blech, geschmeidigen Holzbläsern und Streichern, die sich auch im größten Tumult energisch und vor allem klangschön behaupten.

Wer das Konzert am Dienstag versäumt hat, sollte die Wiederholung am kommenden Sonntag um 18 Uhr in der Pfarrkirche besuchen.

von Michael Arndt

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten OP.

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