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Amöneburg lockt die Kunstfreunde

Ausstellung Amöneburg lockt die Kunstfreunde

Wenn sich 27 Künstler mit der gestalterischen Umsetzung der Zahl „Sieben“ beschäftigen, ist das Ergebnis eine interessante und vielfältige Ausstellung, die bei der Eröffnung des 1. Amöneburger KunstSpektakels viel Beifall erhielt.

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Elke Willmund (rechts) erläutert Marlies und Reinhard Franke die „Erde der Zukunft“, die sie mit sieben Schriftfahnen des Bedauerns versehen hat.Foto: Karin Waldhüter

Amöneburg. Schon beim Betreten der gut 2000 Quadratmeter großen Tennishalle verblüfft die Helligkeit des Raumes, die durch die weiße Verkleidung der Stellwände noch verstärkt wirkt. Für Besucher empfiehlt es sich genügend Zeit einzuplanen, denn jedes der ausgestellten 191 Kunstwerke verdient einen intensiveren Blick und eine tiefere Betrachtung. Dafür stehen zwischen den Reihen Bänke bereit, die zum längeren Betrachten einladen.

Zufriedene Gesichter und viel Lob für die Organisatoren gibt es an diesem Abend von vielen Seiten. „Haben sie gemerkt, dass wir uns hier in der heimlichen Kulturhauptstadt des Landkreises befinden“, erklärt der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert in seinem Grußwort. Zur Einführung sprach Dr. Markus Morr, Presse- und Kulturreferent des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Er attestierte der Ausstellung eine hohe Qualität und eine große Vielfalt und bescheinigte den Ausstellungsmachern eine gute Auswahl der Kunstschaffenden.

Rund 250 Besucher waren der Einladung des Kulturspektakelvereins und der Stadt Amöneburg gefolgt. Initiiert wurde die Ausstellung vom Künstlerpaar Inge Eismann-Nolte und Werner Eismann, beide Mitglieder im Kulturspektakelvereins.

Ein besonderer Blick lohnt sich auf das Werk „Zeugen II“ von Edeltraud Musiol, wobei sich das Gefühl „hoffnungslos“ dem Betrachter ungewollt aufdrängt. Als Symbol für Gewalt gegen Kinder lässt Musiol Puppen und Kuscheltiere kopfüber von einem Gerüst baumeln. Ein längerer Blick lohnt auch die Bilderreihe der Künstlerin Barbara Haferkamp-Weber die sich auf ganz besondere Weise der Zahl „Sieben“ genährt hat. Sie hat verschiedene Lebensabschnitte in sieben Werke gepackt - bei genauerem Hinsehen werden Spuren aus der Vergangenheit, wie Mädchenzeitschriften und Universitätsbescheinigungen sichtbar. Karl Morkel stellt sieben Wege Mallorcas in den Mittelpunkt und Inge Eismann-Nolte zeigt in der Ausstellung Tiere, denen sie menschliche Züge verpasst. Vertreten ist ebenfalls Bühnenbildner Axel Pfefferkorn aus Leipzig mit dem Bühnenmodell des aktuell in Amöneburg gespielten Musicals „My fair Lady“.

Musikalisch wurde die Vernissage begleitet mit einem Akustik-Set der Gruppe Softeis. Michael Richter-Plettenberg, Bürgermeister und Vorsitzender des Kulturspektakelvereins in Personalunion unterstrich die harmonische Zusammenarbeit im Organisationsteam und die gute Zusammenarbeit mit den Künstlern. Sein Dank galt allen Helfern, den Sponsoren, dem Eigentümer der Halle Martin Struck, aber auch den Künstlern, die auch durch die Teilnahme an den Aufsichtsdiensten ermöglicht hätten, dass die Ausstellung für fast drei Wochen täglich fast acht Stunden offen gehalten werden könne.

Die Ausstellung ist bis zum 2. August täglich von 12.30 Uhr bis 20 Uhr geöffnet, am Sonntag, 3. August, bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

von Karin Waldhüter

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