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Alter Schwede: Lars Ruppel ist Deutscher Meister

Poetry Slam Alter Schwede: Lars Ruppel ist Deutscher Meister

Marburger Teilnehmer dominierten bei den deutschen Poetry-Slam-Meisterschaften am Wochenende in Dresden: Lars Ruppel ist seit Freitagnacht deutscher Poetry-Slam-Meister. Er setzte sich in Dresden mit seinem Gedicht „Alter Schwede“ aus seinem neuen Buch „Holger, die Waldfee“ durch. Und im Team-Wettbewerb gewann das Team Scheller mit der Marburgerin Dominique Macri.

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Lars Ruppel gewann bei den 18. Deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften.

Quelle: Matthias Hiekel

Marburg / Dresden. Am Samstag stellte wir auf den Kulturseiten Lars Ruppels neues Buch „Holger, die Waldfee“ vor, in dem er sich alte Redensarten vorknöpft und wunderbar verballhornt.

Was bei Redaktionschluss noch nicht feststand: Am Freitagabend Ruppel gewann Ruppel mit seinem Gedicht „Alter Schwede“ in Dresden die 18. Deutsche Meisterschaft im Poetry Slam, einem Wettstreit der modernen Dichter. Ruppel setzte sich im Finale gegen acht Kontrahenten durch. Der Autor und Moderator, der für den „Kreuzbergslam Berlin“ antrat, gilt als einer der umtriebigsten Bühnenpoeten in Deutschland. Im vergangenen Jahr gewann er mit der Gruppe „Bottermelk Fresch“ das Team-Finale und verfehlte nur knapp den Einzelsieg. Zweitplatzierter im Einzel-Wettbewerb wurde Paul Weigl („Wortgefecht Nürnberg“), den dritten Platz belegte Tobias Gralke („Sprechstation Konstanz“).

Ruppel ist in Gambach in der Wetterau aufgewachsen. Seit 2004 lebt er in Marburg. Seit 2012 hat er einen weiteren Wohnsitz in Berlin. Ruppel hat zahlreiche Workshops für Slammer auch in Hessen gegeben.

„Ich bin glücklich“, sagt Lars Ruppel, verweist sauber auch auf die Slam-Regeln: „da kann jeder gewinnen. Es gibt so viele Zufälle und Unwägbarkeiten.“ Doch sein Auftritt - er steht inzwischen auf YouTube - war einfach toll. Gefeiert hat er seinen Sieg vor Ort in Dresden - „mit 200 bis 300 Poeten kann man gut feiern“, meint Ruppel.

Auftritt in Marburg

Auch der Team-Wettbewerb gingt - zumindest zum Teil - nach Marburg: Im Mannschaftsfinale setzten sich am Samstagabend die Newcomer "Team Scheller" durch. Die Marburgerin Dominique Macri (33) und der Frankfurter "Dalibor" (39) haben sich erst in diesem Jahr zusammengetan. Ihr rhythmischer, lyrischer Text über Alltagsbefindlichkeiten und innere Zerrissenheit brachte im ausverkauften Dresdner Schauspielhaus die höchsten Jurywertungen.

 Am kommenden Freitag, 7. November, tritt Lars Ruppel übrigens im Marburger Knubbel auf beim „Poetry in Echtzeit“. Einlass ist um 19 Uhr. Und vielleicht heißt es wieder „Alter Schwede“, ist der gut.

von Uwe Badouin und unserer Agentur

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