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Altbekannt und doch neu

Bib Dylan Art Projekt Altbekannt und doch neu

Die Liedtexte Bob Dylans in Mundart - wer diese Mischung für inkompatibel hält, wurde vom „Bob-Dylan-Art-Projekt“ in der Waggonhalle eines Besseren belehrt.

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Jörg Götzfried (Mitte) präsentierte mit seinem Bruder Lutz (rechts) und dessen Frau Christine (links) Songs von Bob Dylan auch in Mundart.Foto: Caroline Stockmann

Marburg. Dass das „Bob-Dylan-Art-Projekt“ lange keines mehr ist, hat die vollbesetzte Vorstellung in der Waggonhalle gezeigt. Die besondere Mischung aus Bob Dylans Musik und deren Übersetzung in die Mundart hat sich als erstaunlich stimmiges Arrangement herausgestellt.

Die Brüder Lutz und Jörg Götzfried sowie dessen Frau Christine präsentierten die Klassiker Bob Dylans in einem ganz neuen Kontext. Lutz Götzfried selbst nannte es ein kulturelles Experiment. Jörg Götzfried ließ nicht nur mit seinem Aussehen das Publikum glauben, Bob Dylan höchstpersönlich stände auf der Bühne. Auch musikalisch überzeugte der Kasseler und Gründer der Bob-Dylan-Cover-Band „Dylan‘s Dream“.

Mit Klassikern wie „Like A Rolling Stone“, „Bob Dylan‘s Dream“ oder „Blowin‘ In The Wind“ bot er dem Publikum einen Querschnitt durch Dylans musikalisches Repertoire. Unterstützung gab ihm dabei sein Bruder Lutz Götzfried. Mit unterschiedlichen Instrumenten, von der Querflöte bis zur Trommel, ersetzte das Allroundtalent fast eine gesamte Band. Um die musikalische Präsentation herum übersetzte dann Lutz Götzfried die Klassiker der Rock-Ikone in Mundart. Sein schauspielerisches Talent und die Ausdrucksstärke sorgten dafür, dass die Liedtexte dabei nicht ins Lächerliche gezogen wurden.

Mit der Übersetzung ergänzte und bereicherte er vielmehr die musikalische Darbietung. Interpretationen zu den Texten gab der Marburger nicht. Den Zuschauern selbst blieb es überlassen, sich einen Reim auf Dylans Zeilen zu machen. Fast wirkte es so als sei die Verknüpfung dieser beider Darstellungen von Dylans Songs wie füreinander gemacht, sodass Dylan-Fans wie auch Mundart-Fans voll auf ihre Kosten kamen. Nach zwei Stunden gab es jubelnden Beifall und Zugabe-Rufe.

von Caroline Stockmann

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