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Alt-68er treffen auf ihre Kinder

Landestheater: „Die Ballade vom Nadelbaumkiller“ Alt-68er treffen auf ihre Kinder

Ein zeitgenössisches Stück steht ab Samstag auf dem Programm des Hessischen Landestheaters: Um 19.30 Uhr hat Rebekka Kricheldorfs „Die Ballade vom Nadelbaumkiller“ Premiere in der Galeria Classica.

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 Das Foto zeigt Moritz Pliquet (links) und Ayana Goldstein in einer Szene aus den Proben der Inszenierung „Die Ballade vom Nadelbaumkiller“.

Quelle: Christian Buseck

Marburg. Theater sind stets auf der Suche nach neuen Stücken, neuen Stoffen, auch wenn sie zwangsläufig nicht so bekannt sind wie die alten Bühnenklassiker. Das Hessische Landestheater Marburg präsentiert ab Samstag in der Galeria Classica ein Stück von Rebekka Kricheldorf.

Die 1974 in Freiburg geborene Autorin zählt inzwischen zu den bekanntesten deutschen Dramatikerinnen der Gegenwart. Sie hat Auftragswerke für große Theater geschrieben – etwa für das Staatstheater Stuttgart, das Theater am Neumarkt Zürich, das Staatstheater Kassel und das Deutsche Theater Berlin. Zudem war sie 2004 Hausautorin am Nationaltheater Mannheim.

24 Stücke hat sie seit 2003 geschrieben – sie tragen Titel wie „Kriegerfleisch“, „Gotham“, „Testosteron“ oder „Robert Redfords Hände Selig“. Uraufgeführt wurden sie alle an großen deutschsprachigen Bühnen.

Auch nach zehn Jahren noch aktuell

„Die Ballade vom Nadelbaumkiller“ wurde 2004 am Staatstheater Stuttgart uraufgeführt. Mit dem Stück wurde sie auch zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen, einem renommierten Festival, das sich der Förderung der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik verschrieben hat.

„Die Ballade vom Nadelbaumkiller“ ist jetzt gut zehn Jahre alt, aber nach wie vor ungeheuer aktuell: Zwei Generationen treffen in dem Drama aufeinander – die Alt-68er, die man in Marburg allenthalben trifft, und deren Kinder. Eltern wie Franz, der früher in der Flower-Power-Szene aktiv war, und jetzt eine Firma besitzt. Oder eine Mutter wie Elvira, die sich um ihre Tochter Anna sorgt, die nur an ihre Karriere denkt. Jan Mao, der Sohn von Franz, ist der Gegenentwurf zu Anna: Er macht lieber Party, statt Verantwortung zu tragen.

Uta Eisold und „Rentner“ Thomas Streibig sind als Elterngeneration zu sehen, Moritz Pliquet, Ayana Goldstein und Victoria Schmidt als Kindergeneration. In weiteren Rollen spielen Roman Pertl und Stefan A. Piskorz. „Die Ballade vom Nadelbaumkiller“ ist die erste Regiearbeit von Regisseur Dominique Schnizer und Ausstatterin Christin Treunert in Marburg.

  • Premiere ist am Samstag um 19.30 Uhr in der Galeria Classica. Weitere Aufführungen sind am 24. und 27. März, am 10., 15. und 18. April jeweils ab 19.30 Uhr.

von Uwe Badouin

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