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Alpen-Party in Maschinenhalle

Hoffest in Ronhausen Alpen-Party in Maschinenhalle

Hoch her ging es am Sonntag in der Maschinenhalle des Bauernhofes der Familie Wenz in Ronhausen. Sohn Thorsten hatte zum zweiten mal die Original Südtiroler Spitzbuam ins kleine Ronhausen geholt.

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800 Fans schunkelten sich in der leergeräumten Maschinenhalle des Ronhäuser Bauernhofes Wenz schon mal warm für die Südtiroler Spitzbuam.Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Ronhausen. Werbung war nicht nötig, Mundpropaganda reichte voll und ganz, um fast 800 Zuhörer ins kleine Ronausen zu den „Original Südtiroler Spitzbuam“ zu locken. Volkstümliche Musik wird oft belächelt, aber sie ist seit Jahren ein Quotenbringer - im Fernsehen, im Radio und vor allem bei den CD-Verkäufen.

Die Fans sind treu, und ganz besonders gilt dies für Fanclubs. Vor vier Jahren gründete sich der Spitzbuam-Fanclub Marburger Land. Die knapp 50 Mitglieder reisten immer wieder mit dem Bus zu Konzerten der fünf Musiker, die wie so viele andere Gruppen aus den Bergen Tirols mit ihrer Mischung aus Alpenrock und „Dicke-Backe-Musik“ auch Menschen nördlich des Weißwurst-Äquators begeistern.

2011 sagten sich der Fanclub-Vorsitzende Thorsten Wenz: Warum holen wir sie nicht her. Das erste Konzert wurde ein Erfolg, genauso das zweite am Wochenende.

Doch vorher gab es jede Menge Arbeit für ihn und gut 100 Helfer: Die komplette Maschinenhalle musste ausgeräumt werden. Davor stellten Wenz und seine Fanclub-Freunde ein Zelt auf. Gut eine Woche haben sie im Vorfeld für ihr Konzert mit ihren Spitzbuam geschuftet. „Es war ein bisschen Arbeit“, sagt Wenz, aber aus seiner Sicht hat es sich gelohnt: „Das Konzert war gewaltig“, sagt Wenz auch angesichts der 800 gutgelaunten Fans.

Gestern war er wieder am schuften: Alle Maschinen mussten wieder rein. Gut zwei Wochen Urlaub haben er und Freunde für das Ereignis geopfert. „Ob wir‘s noch mal machen, wissen wir nicht“, sagte Wenz gestern. Der Erlös des Hoffestes wird wie 2011 gespendet. Damals war es eine vierstellige Summe, die an die Kinderkrebshilfe ging. Die soll auch in diesem Jahr bedacht werden: Wie viel es ist, dass weiß Wenz noch nicht. Er hatte noch keine Zeit für den Kassensturz.

von Uwe Badouin

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