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Alfred Hitchcock lässt grüßen

Neu im Kino Alfred Hitchcock lässt grüßen

Nach seinem Welt-Hit „Slumdog Millionär“ und dem Berg-Drama „127 Hours“ setzt der britische Regisseur Danny Boyle in „Trance - Gefährliche Erinnerung“ einmal nicht auf Gefühl, sondern auf eiskalte Spannung. Außerdem starten das Sportlerdrama "42" und die Komödie "Frances Ha".

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Kunstsammler Franck (Vincent Cassel) heuert in „Trance – Gefährliche Erinnerung“ Auktionator Simon (James McAvoy) an ihm beim Diebstahl wertvoller Gemälde zu helfen.Foto: Fox

Marburg. Mit dem Thriller „Trance - Gefährliche Erinnerung“ wandelt Regisseur Danny Boyle auf den Spuren von Alfred Hitchcock („Psycho“). Im Stil des legendären Altmeisters erzählt er einen kunstvollen Krimi mit Hochspannung, vielen stilistischen Überraschungen und mit noch mehr trockenem britischen Humor.

Die Geschichte sieht zunächst so aus, als werde nach 08/15-Muster ein raffiniert eingefädelter Raub verfolgt. Schlüsselfigur ist der Auktionator Simon (James McAvoy). Er wird von dem verbrecherisch-fanatischen Kunstsammler Franck (Vincent Cassel) angeheuert. Ziel ist der Diebstahl eines unbezahlbar wertvollen Gemäldes von Francisco de Goya. Simon wird während der Tat bewusstlos geprügelt und kann sich anschließend an nichts erinnern. Deshalb heuert Franck die Psychologin Elizabeth (Rosario Dawson) an. Sie soll Simons Gedächtnis auffrischen. Doch das läuft schief und führt zu einer mörderischen Achterbahnfahrt durch das Labyrinth zwischen Wirklichkeit und Wahn.

Für hochkarätige Unterhaltung sorgt das Hauptdarsteller-Trio. Extra-Klasse erreicht der Film durch seine visuelle Eleganz. Danny Boyles Lieblingskameramann Anthony Dod Mantle, der 2011 den Marburger Kamerapreis gewann, zeigt London in einer neongrellen Bilderflut als schillernde Metropole des Lasters. Insbesondere die gelegentlich fast psychedelisch anmutende Bilderflut macht den Trip in die Hölle, die wir Seele nennen, zu einem Stück rasanten Popcorn-Kinos für Gourmets.

„Verwirrend und eindrucksvoll“, lautete das Urteil von Lea Sycha nach der OP-Sneak-Preview am 5. August. Je zwei Freikarten gehen an: Valerie Findt, Jörg Rinke, Dominik Hüther, Lea Sycha und Christina Musch. Die Karten werden zugeschickt.

Der Film läuft im Cineplex.

42 - Die wahre Geschichte: 42 war die Nummer, die der schwarze US-Baseballspieler Jackie Robinson in den 1940er Jahren auf seinem Trikot trug. Das Filmdrama „42“ schildert den Aufstieg des Sportlers, der 1947 als erster schwarzer Spieler in ein Major-League-Team aufgenommen wurde.

Newcomer Chadwick Boseman („The Express“) spielt den Pionier, der Rassenschranken im Profi-Sport durchbrach. Harrison Ford mimt den einflussreichen Baseballmanager Branch Rickey, der den Sportler gegen viele Widerstände in sein Team aufnimmt. Der Oscar-prämierte Drehbuchautor Brian Helgeland („L.A. Confidential“) schrieb das Skript und führte Regie.

Nach der OP-Sneak-Preview am 6. August wertete Julia Schmidt: „Ein Film, der tief greift und tief geht und leider heute noch aktuell ist.“ Der Quarterback der Marburg Mercenaries Micah Brown fand, dass es für ihn als Amerikaner, der hier in Marburg spielt, der perfekte Film war. Je zwei Freikarten gehen an: Sarah Kunzheimer, Mark Schoor, Jacob Cross, Diana Schumertl und Metin Kul. Die Karten werden zugeschickt.

Der Film läuft im Capitol.

Frances Ha: Die Tänzerin Frances kann es nicht fassen: Erst will ihr Freund mit ihr zusammenziehen, nur einen Moment später schlägt er ihr die Trennung vor. Wie gut, dass sie ihre beste Freundin Sophie hat. Doch die verlässt wenig später ihre gemeinsame WG. Frances verliert ihre Bodenhaftung, künftig geht alles schief. Auf dem Tiefpunkt angekommen, muss die 27-Jährige gar gegen Kost und Logis an ihrer alten Uni anheuern. Schließlich probiert Frances etwas Neues aus und beginnt, ihr Leben zu verändern.

„Frances Ha“ erinnert mit den improvisiert wirkenden Szenen und Dialogen an Woody Allens Werke.(dpa)

Der Film läuft im Filmkunsttheater Palette.

von Peter Claus und unserer Agentur

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