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Akrobaten präsentieren Weltneuheit

Staatliche Artistenschule Berlin Akrobaten präsentieren Weltneuheit

Was für eine Initialzündung. Wie in jedem Jahr sind die Absolventen der Staatlichen Artistenschule Berlin auf Tour. Und 2016 brennen sie mit „Initial“ ein artistisches Feuerwerk ab.

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Mit ihrer Absolventenshow begeisterte die Staatliche Artistenschule Berlin in der Waggonhalle.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Eben noch auf der „Schulbank“, die ganz klar eine Streckbank sein muss, so wie sich die Jungs und Mädels verbiegen können, und gleich schon auf Tournee. Seit 2005 reist der jeweilige Abschlussjahrgang der Staatlichen Artistenschule Berlin alljährlich mit seiner „Absolventenshow“ durch die Republik und begeistert das Publikum. Auch in Marburg gastiert die Show inzwischen regelmäßig und echte Fans wissen, dass sie sich diesen Termin unbedingt freihalten sollten. Was man da zu sehen bekommt, ist absolut hochklassig, frisch, jung und sexy.

Neun Artisten sind es in diesem Jahr, die ihre Ausbildung in Berlin abgeschlossen und richtig Lust auf die Bühne haben. Karl-Heinz Helmschrot hat als Regisseur die Geschichte des Künstler-Werdens in ein Programm gepackt, das den Titel „Initial“ trägt. Es wird mit den Initialen der beteiligten Artisten gespielt und das Stichwort „Initialzündung“ darf natürlich auch nicht fehlen. Mona, Laura, Saleh, Anna, Rosalie, Carlos, Adam, Sina und Vienna heißen die Protagonisten, die wild entschlossen sind, aus ihrer Passion ihre Profession zu machen.

Handstand-Equilibristik auf hölzernem Schaukelpferd

Wild – und wunderbar – ist auch die Mischung, die die Truppe stilistisch auf die Bühne bringt: Zirkus und Varieté, natürlich, geschüttelt und gerührt mit ganz verschiedenen optischen und musikalischen Anleihen: „Sir Adam“, Adam Harwig, kommt im Schottenrock, um seine Diabolo-Show zu zelebrieren.

Saleh Yazdani präsentiert Handstand-Equilibristik in Jeans auf einem hölzernen Schaukelpferd und verbindet in einem gemeinsamen Auftritt mit Anna Shvedkova Artistik und Tanz. Anna tanzt allein wiederum am Doppeltanztrapez, während Rosalie Held mit ihrer Handstand-Equilibristik am Boden bleibt und dort Blumen pflückt – im Handstand, mit den Füßen.

Mona Tesch und Laura Borkowski sind gemeinsam am ­beziehungsweise im Vertikaltuch zu sehen und auch für Sina Brunner und Vienna Holz, als „Duo Sienna“, geht es mit dem Luftring in die Höhe. Carlos Zaspel brachte eine Weltneuheit mit nach Marburg, nämlich das „Spinning Pole“, das er selbst entwickelt hat: Zwei Stangen in der Vertikalen, eine davon fest, wie man es gewohnt ist, und eine zweite, die frei schwingen kann. Dafür müssen nach der Pause dann ein paar Zuschauer am Rand mal kurz ihre Plätze räumen, weil zusätzliche Seile zur Sicherung des Requisits montiert werden.

Neue Ideen und frische Darbietungen sind genau das, was die Fans der Absolventenshows schätzen. „Das ist herrlich, da sieht man ganz andere Dinge als sonst im Bereich Artistik“, schwärmte eine Besucherin. Zwischen den einzelnen Auftritten werden der Aufbau von Requisiten und die gesamte Gruppe immer wieder in eine Choreografie eingebettet. So viel Kreativität und Können wurden völlig zu Recht mit Riesenapplaus belohnt.

von Nadja Schwarzwäller

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