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Äthiopischer Prinz erklärt „Deutsche Tugenden“

Lesung am 16. Mai Äthiopischer Prinz erklärt „Deutsche Tugenden“

Hohen Besuch erwartet die Buchhandlung Elwert morgen Abend um 20 Uhr: Prinz Asfa-Wossen Asserat, 1948 in Addis Abeba geboren, ist Mitglied des äthiopischen Kaiserhauses, Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie, Urenkel der Kaiserin Menen II.

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Marburg. und Sohn des letzten Präsidenten des kaiserlichen Kronrates Leul Ras (Herzog) Asserate Medhin Kassa. Seit mehr als 40 Jahren lebt der Professor und Unternehmensberater in Deutschland. Bekannt wurde er durch sein Buch „Manieren“ aus dem Jahr 2003. Sein neues Buch heißt „Deutsche Tugenden“. Wer nun glaubt, es ginge dem Prinzen um (preußische) Sekundärtugenden wie Gehorsam oder Tapferkeit, der irrt gewaltig. Der Einband gibt gewissermaßen den Ton vor: Er zeigt Goethe auf einem Dackel-Diwan. Asfa-Wossen Asserate beschäftigt sich mit Tugenden, die man gemeinhin nicht unbedingt mit Deutschen in Verbindung bringt: Bescheidenheit, Zivilcourage, Toleranz und Humor entdeckt er zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen. Der promovierte Historiker, der sich als eleganter Erzähler entpuppt, hat sich mit dem Blick eines Ethnologen mit der deutschen Seelen- und Gemütswelt der beschäftigt und nicht nur in der Vergangenheit Anmut und Weltschmerz gefunden.

Asfa-Wossen Asserate: „Deutsche Tugenden“, C.H. Beck-Verlag, 240 Seiten, 17,95 Euro.

von Uwe Badouin

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