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Abschied von Marburger „Altjazzer“ Pete Schmidt

Memorial-Konzert in der Cavete Abschied von Marburger „Altjazzer“ Pete Schmidt

Diesen Donnerstag findet ab 21 Uhr in der Cavete ein Gedenkkonzert für den verstorbenen Pete Schmidt statt. Pete Schmidt wurde 1930 geboren, am 26. Februar dieses Jahres starb er auf Mallorca, wo er seit 1967 ein Haus besaß. Dort ist er auch beerdigt.

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Die Marburger Jazzlegende Pete Schmidt.

Quelle: privat

Marburg. In den ersten Nachkriegsjahren nach 1945 gründete er in Marburg mehrere Bands, die Tourneen zu Jazzfestivals, etwa zur Documenta in Kassel, unternahmen, aber auch in verschiedenen Marburger Lokalen – auch in sogenannten „Amiclubs“ – spielten.

Pete begann autodidaktisch als Trompeter. Später spielte er Schlagzeug und Vibraphon. Seine Vorbilder auf der Trompete waren Clifford Brown, Lee Morgan und Chet Baker, am Vibraphon orientierte er sich an Red Norvo und Terry Gibbs, als Drummer verehrte er Max Roach und Mel Lewis.

Um ihn herum versammelten sich die besten Marburger Jazzmusiker in verschiedenen Formationen mit wechselnden Musikern: Pete’s Combo, Jo Klimm Combo, Mac Reiman Sextet, Jailhause Jazzmen, die Rhythmixer und East Coasters – 1958 wurden seine Band und er als Trompeter beim Düsseldorfer Jazzfestival preisgekrönt.

Nach seinem zweiten Aufenthalt in Kanada, wo er mit berühmten nordamerikanischen Jazzern spielte, gründete er den legendären Jazzclub Domizil an der „Engen Gasse“. Dort spielten bis Ende der 60er-Jahre neben den Marburger Nachwuchsmusikern immer wieder berühmte Jazzmusiker aus ganz Deutschland.

Pete Schmidt war einige Jahre für die US-amerikanische Firma Fender (Musikinstrumente, Verstärker) General Sales Manager für Europa. In der Cavete spielte Pete später mit seinem Trio, dem auch Roman Klöcker an der Gitarre und Barthold Hornung am Kontrabass angehörten. Die Marburger Bigband probte mit ihm als Schlagzeuger ab 1977 in seinem Studio in Roth. Pete Schmidt vermittelte so drei Generationen von Musikern und ihrem Publikum die wilde Freude an der Jazzmusik.

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