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92 Künstler zeigen 183 Arbeiten

Kunsttage des Landkreises 92 Künstler zeigen 183 Arbeiten

Am Sonntag, 18. August, dürfte es voll werden im eigentlich gesperrten Universitätsmuseum. Für die Kunsttage des Landkreises Marburg-Biedenkopf öffnet das Museum für zwei Wochen die Pforten. Die Ausstellung „hinWeis(s)“ wird um 16 Uhr eröffnet.

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Bis gestern wurde im Marburger Universitätsmuseum an der Ausstellung „hinWeis(s)“ gearbeitet: Für die Kunsttage des Kreises mussten 183 Arbeiten platziert werden.Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Jede Menge Kunst ist bis zum 1. September in den wegen der Sanierung eigentlich leergeräumten Ausstellungsräumen im Erdgeschoss und in Teilen des ersten Obergeschosses zu sehen: 131 Künstlerinnen und Künstler aus dem Landkreis hatten sich für die Ausstellung beworben, 92 wurden ausgewählt, so Dr. Markus Morr, Fachdienstleiter Kultur des Landkreises. Zu sehen sind 183 Arbeiten.

Schon bei der Präsentation der Ausstellungsräume im Juni war die Vorfreude der Künstler auf die musealen Räume spürbar. Dr. Christoph Otterbeck, Direktor des Kunst-Museums Marburg, wie das Museum für Bildende Kunst der Philipps-Universität jetzt heißt, erklärte sich spontan bereit, die Räume für die Kunsttage des Landkreises zu öffnen. Die finden alle zwei Jahre statt.

In der Sprache der Wirtschaft nennt man dies gerne eine Win-Win-Situation: Beide Seiten profitieren. Otterbeck, weil das Kunst-Museum in der langen Phase der Sanierung im Gespräch bleibt, zumal das Haus in der Biegenstraße erst im Juli in Kunstmuseum Marburg umbenannt wurde und derzeit eine Spendenkampagne für die Innensanierung des Musums führt. Und für die Künstler sind diese Kunsttage so besonders, weil sie in Räumen ausstellen, in denen eigentlich nur Arbeiten arrivierter, berühmter und in der Regel längst verstorbener Künstler gezeigt werden. „Eigentlich muss man tot sein, um hier ausgestellt zu werden“, witzelte die Fotografin Cornelia Pietzsch vom Organisationsteam der Kunsttage im Juni bei der Vorstellung des Ausstellungsortes. Und ihr Kollege Bernd Brust ergänzte damals: „Viele werden nur einmal im Leben die Gelegenheit haben, hier auszustellen.“

„Die Kunsttage des Landkreises werden immer umfangreicher. Wir gehen davon aus, dass es die größte Kunstausstellung mit regionalen Künstlern aller Landkreise in Hessen ist“, betont Landrat Robert Fischbach, der die Ausstellung im Kunstmuseum in der Biegenstraße eröffnen wird.

Fischbach und das Organisationsteam um Markus Morr heben auch besonders den Kooperationspartner Philipps-Universität Marburg hervor, der ihnen die Räume bereitstellte. Die Suche nach großzügigen und leerstehenden Räumen für die Kunsttage alle zwei Jahre ist ausgesprochen aufwändig.

Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck hofft auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher: „Das ist die Gelegenheit, zeitgenössische Kunst aus der Region kennen zu lernen. Anschließend beginnt die Innensanierung des Museums, dessen Äußeres aktuell bereits restauriert wird.“

Das Thema für die Kunsttage Marburg-Biedenkopf 2013 lautet „hinWeis(s)“. Wie Morr im Vorfeld der Ausstellung erklärte, haben sich die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler auf sehr vielfältige Weise mit dem Thema auseinandergesetzt: Kunst in Weiß und Farbübergänge hin zu Weiß oder die künstlerische Beschäftigung mit dem Thema Hinweis sind zu sehen. Dabei werden verschiedenste Kunstgattungen präsentiert: Malerei, Grafiken, Fotografie, Installationen, Skulpturen.

Jeder Künstler zahlte eine Bewerbungsgebühr in Höhe von zehn Euro. Mit diesem Geld werden erstmals zwei Preise ausgelobt: ein Kunsttagepreis sowie ein Publikumspreis, erklärt Morr. Er hofft, dass sich die Besucher wie schon 2009, als „Rot“ Thema der Kunsttage war, auch diesmal dem Motto optisch anpassen und in weißer Kleidung „ein eigenes Kunstwerk“ ergeben.

Unterstützt werden die Kunsttage von Sponsoren wie der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, Intersport Begro sowie E.ON Mitte und durch die Universitätsstadt Marburg.

Die Eröffnung findet am Sonntag, 18. August, um 16 Uhr im Kunstmuseum Marburg in der Biegenstraße statt. Die Ausstellung wird dort bis zum 31. August täglich von 12 bis 20 Uhr zu sehen sein. Die Finissage ist am Sonntag, 1. September, um 14 Uhr. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.

von Uwe Badouin

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