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450 Rockfans trotzen der Kälte

Mega-Spektakel in Mellnau 450 Rockfans trotzen der Kälte

Das Mellnauer Mega-Spektakel-Team hat tatsächlich ein Spektakel organisiert: Mehr als fünf Stunden Musik boten drei heimische Bands in der Burgruine Mellnau.

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„Softeis“ um Gerhard und Werner Eismann (oben) waren die Headliner. Anheizer waren die „Glassbowstones“ (unten links) und „Bazouka Groove Club“.

Quelle: Manfred Schubert

Mellnau. Guter Rock vertreibt sogar den Regen. Zumindest auf Burg Mellnau war es so. Während des Auftritts von Softeis vor etwa 450 begeisterten Besuchern fiel kein Tropfen, unmittelbar nachdem die Zugabe „We are the champions“ verklungen war, begann es zu schütten, und auch davor hatte es einige Schauer gegeben.

Softeis bot auf Burg Mellnau mitreißenden Rock und eine tolle Show.

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So konnten die Zuhörer den Hauptakt des gelungenen Rockabends vor der malerischen Kulisse der beleuchteten Burgruine ohne Schirm oder Kapuzen genießen. Und ein Genuss war die über zweieinhalbstündige Show von Softeis musikalisch wie auch optisch. Gänsehaut-Feeling kam sofort auf, als Ronny Moucka in Frack und Rüschenhemd gekleidet auftrat und „Who wants to live forever“ anstimmte.

Im Laufe des Abends wechselte er mehrmals die Kostüme, brachte in Kleid und Perücke als Tina Turner Spaß und ein wenig Travestie auf die Bühne, und stellte seine gesanglichen Qualitäten sogar mit einer italienischen Opernarie und mit dem Deep Purple-Paradestück „Child in time“, das höchste Anforderungen an die Stimme stellt, unter Beweis. Für den Deep-Purple-Block hatte er einen Schottenrock angezogen. Das passte auch, als er Werner Eismann bei einer Showeinlage assistierte: Moucka hielt die Gitarre, Eismann strich mit einem Schwert über die Saiten.

Spaß in die Gesichter geschrieben

Werner Eismann und sein Bruder Gerhard am Bass zelebrierten ihre virtuose Instrumentenbeherrschung, allen Musikern stand der Spaß in die Gesichter geschrieben und der Funke sprang sofort aufs Publikum über, das begeistert bei Rockklassiker-Coverstücken mitging.

Bei vielen Songs spielte Gitarrist Alex Pöltl, mittlerweile sechstes Mitglied von Softeis, mit. Außerdem trat als Gastsängerin Vanessa Schreiner mit mehreren Songs auf. Einer der Höhepunkte war „Highway to hell“ von AC/DC. Dabei spielten die beiden Gitarristen vom „Bazouka Groove Club“ mit, die bei Werner Eismann das Gitarrespielen erlernt haben.

Die junge Marburger Band, erfolgreicher Teilnehmer des Emergenza-Bandwettbewerbs, hatte den Rockabend eröffnet und dabei fast ausschließlich eigene Stücke wie „Sinners“, „Prinzipien“ und „Schutzlos“ gespielt. Als zweite Vorband hatten die Mardorfer „Glassbowstones“ mit Coversongs - bei manchen wie „Whisky in the jar“ sangen die Zuhörer kräftig mit - schon kräftig eingeheizt, auch wenn es bei „Purple rain“ tatsächlich zu regnen begonnen hatte.

von Manfred Schubert

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