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Kinostart: „Sausage Party“

Würstchen feiern wild und anarchisch im Supermarkt

In Hollywood geht man momentan lieber auf Nummer sicher und setzt vielfach auf Altbewährtes. Aber es gibt sie noch, die Filmemacher, die etwas Neues wagen.
Noch freuen sich die Würstchen Carl (von links), Barry und Frank im Supermarkt darauf, gekauft zu werden. Foto: Sony Pictures

Noch freuen sich die Würstchen Carl (von links), Barry und Frank im Supermarkt darauf, gekauft zu werden.

© Sony Pictures

Ein Animationsfilm mischt Hollywood auf: Zwischen all die Sequels, Remakes und Superhelden hat sich die originelle, subversive und anarchische Komödie „Sausage Party – Es geht um die Wurst“ geschoben.

Das Kreativteam um Seth Rogen erschließt dem Zeichentrickfilm ein neues, erwachseneres Publikum, das aber seinen Spaß an Infantilitäten nicht ganz verloren hat. Sex, Gewalt, obszöne Sprache und Drogenmissbrauch sind dabei die Zutaten für diese Hardcore-Variante eines Pixar-Disney-Films, die in den USA als nicht geeignet für Kinder und 
Jugendliche eingestuft wurde.

Dabei ist die Helden-Geschichte von „Sausage Party“ eigentlich ganz niedlich und anrührend: Schauplatz ist ein gigantischer Supermarkt, in dem sich die Lebensmittel morgendlich mit einem munteren Lied über das verheißungsvolle Jenseits in Stimmung bringen. Wer dann schließlich in einem Einkaufswagen landet, den erwartet angeblich jenseits der Eingangstüren die Glückseligkeit, wie sie auf den Produktkartons versprochen wird.

Zotig und fantasievoll

Dass den Lebensmitteln vielleicht ein ganz anderes Schicksal blüht, beginnt so langsam einigen zu dämmern. Anführer der Zweifler ist das Frankfurter Würstchen Frank, ein liebenswerter Kerl, der dem ganzen Schwindel über das verheißungsvolle Jenseits auf die Schliche kommt und seine Supermarkt-Freunde über ihre wahre Existenz aufklären will. Menschen sind Killer, wahre Bestien, die Lebensmittel schälen, kochen und aufschlitzen – und sie schließlich auch noch essen. So sieht die bittere Wahrheit aus.

Dabei setzen die erfahrenen Regisseure Conrad Vernon („Monsters vs. Aliens“) und Greg Tiernan („Thomas & seine Freunde“) auf reichlich Action, eiskalten Horror, zünftige Partys in der Spirituosen-Abteilung und eine stark sexuell aufgeladene Atmosphäre.

„Sausage Party“ mag derb, zotig, anrüchig und gar leicht pornografisch sein, vor allem wenn man sich den ekstatischen Höhepunkt ansieht, aber der ganze Filme strotzt nur so vor Fantasie, witzigen Zitaten und einer großen anarchischen Originalität, wie man sie schon lange nicht mehr gesehen hat.

Wenn Kunst etwas mit Wagemut und Grenzverschiebung zu tun hat, dann ist „Sausage Party“ ganz große Kunst. Hier wird das Mainstream-Kino von begabten Bilderstürmern neu vermessen.

  • Der Film läuft im Cineplex, am Dienstag auch in der englischen Originalfassung.

von Wolfgang Marx


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